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Der ewige Reflex

Im sächsischen Mügeln ist es am vergangenen Wochenende auf einem Volksfest zu einer Massenschlägerei gekommen, bei der acht Inder, vier Deutsche und zwei Polizisten verletzt worden sein sollen. Noch bevor der Anlaß für die Tätlichkeiten, in deren Vorfeld offenbar viel Alkohol geflossen ist, von der Polizei ermittelt werden konnte, überschlagen sich bereits viele Medien mit Schlagzeilen, die Mügeln zu einem „rechtsextremen“ oder „fremdenfeindlichen“ Exzeß stilisieren. Der Fall scheint klar, er paßt ins hysterische Reizschema einer unkritischen Presse. So lauten die sich gegenseitig überbietenden Schlagzeilen: „Hetzjagd von Mügeln“ (Süddeutsche Zeitung), „Rasender Mob jagt Inder – Mügeln unter Schock“ (Spiegel online), „Inder-Hatz in Mügeln: Bürgermeister schockiert mit Ignoranz“ (Netzeitung). Aufmerksame Zeitungsleser fühlen sich unweigerlich an den „Fall Sebnitz“ (2000) und den „Fall Ermyas M.“ (2006) erinnert. Beide Male hatten Medien vorschnell auf fremdenfeindliche, politisch motivierte Taten geschlossen, bevor die Vorgänge tatsächlich ermittelt waren. Im Fall Ermyas M. deutet inzwischen alles darauf hin, daß es sich keineswegs um einen fremdenfeindlichen Überfall von Deutschen auf einen dunkelhäutigen Ausländer, sondern um eine Schlägerei unter Betrunkenen handelte, deren verletztes Opfer die Auseinandersetzung selbst begonnen hatte. Dennoch reagierten die Medien hysterisch, sah man die neuen Bundesländer im Griff eines braunen Mobs. Die Bundesregierung machte wegen dieser Medienente neuerlich Millionen für den „Kampf gegen Rechts“ locker, von dem Hundertschaften von Politologen leben und Linkspartei, Grüne und SPD Vorfeldorganisationen subventionieren, die tatsächlich das bürgerliche Lager bekämpfen. Doch gelernt wurde nichts aus diesen peinlichen Vorverurteilungen. Zu tief sitzt die Vorstellung von brandenburgischen oder sächsischen Dörfern, in denen ein blutdürstiger Mob nur darauf wartet, Nazi-Parolen grölend Ausländer zu jagen. Auch im Fall Mügeln häufen sich Fragezeichen zum Hergang … Doch man hofft, für den politischen Betrieb ad hoc propagandistischen Nektar aus dem „Fall Mügeln“ saugen zu können. Uwe-Karsten Heye, Schröders Ex-Regierungssprecher und Trommler im „Kampf gegen Rechts“, der sich nach dem „Fall Ermyas M.“ im vergangenen Jahr als Warner vor „no-go areas“ blamiert hat, tönt auch jetzt wieder: „Ich habe schon vor einem Jahr warnend darauf hingewiesen, daß es Regionen in Deutschland gibt, im besonderen in den neuen Länder, in die man sich mit dunkler Hautfarbe besser nicht hinbewegt, weil die Gefährdung sehr groß ist.“ Niemand scheint sich gemüßigt zu fühlen, „Halt!“ zu rufen, erst einmal in Ruhe zu warten, bis die tatsächliche Ursache einer Dorfschlägerei unter Betrunkenen ermittelt ist. Um sich selbst drehend, eskaliert die hysterische Medienspirale, reproduziert, den eigentlichen Fall ignorierend, das immergleiche Zerrbild einer Bevölkerung ohne Zivilcourage, die angeblich wegsieht, wenn Minderheiten gejagt werden. Welche Verheerungen diese die Menschen einer solchen Kleinstadt verachtende Berichterstattung auslöst, dafür scheint sich niemand unter den Sensibilität heuchelnden Journalisten zu interessieren.

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