Joachim Kuhs

 

Joachim Kühn, Jazzpianist

Wo möchten Sie jetzt am liebsten sein? Wo ich gerade bin, hier in Ibiza. Wofür lassen Sie alles stehen und liegen? Für Musik. Was bedeutet Heimat für Sie? Nichts, ich bin DDR-geschädigt. Was ist Ihnen wichtig im Leben? Freiheit ohne Kompromisse. Was haben Ihnen Ihre Eltern mitgegeben? Freier Beruf, ich komme aus einer Artistenfamilie, mein Vater war Akrobat. Welches Buch hat Sie nachhaltig beeinflußt? Charles Bukowski – alle Bücher. Friedrich Nietzsche: „Ecce homo“, Jiddu Krishnamurti: „Einbruch in die Freiheit“. Welche Musik mögen Sie? Modern Jazz, Free Jazz, Klassik, Neue Musik, Rockmusik aus den sechziger Jahren. Welches Ereignis ist für die Welt das einschneidendste gewesen? Holocaust. Was möchten Sie verändern? Den schlechten Geschmack der Massen, die Schlager & Volksmusik mögen, umwandeln, zur Kultur bringen. Woran glauben Sie? Ich bin Atheist – an keine Partei, keine Sekte, keine Religion. Ich glaube an mich selber. Welche Werte sollen wir unseren Kindern weitergeben? Individualität ist wichtiger, als sich in einer Gruppe unterzuordnen. Welche Bedeutung hat der Tod für Sie? In meinem Alter denkt man immer öfter daran, ich möchte, daß es schnellgeht, aber vorher gibt es noch viel zu tun: jede Menge Musik zu komponieren und aufzunehmen. Beim Musizieren denkt man nicht an den Tod. Joachim Kühn , 61, zählt zu den bekanntesten modernen Jazzpianisten der Gegenwart, er ist festes Mitglied im Quintett von Ornette Coleman. Internet: www.joachimkuehn.de

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