Äpfel zum Schreiben

Im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens hat die JUNGE FREIHEIT auch technisch zu einem großen Sprung angesetzt: Seit Ende April stehen der Redaktion neue Rechner der kalifornischen Firma „Apple“ zur Verfügung, die die Arbeitsmöglichkeiten künftig enorm verbessern. Jeder Redakteur verfügt nun über einen „iMac G5“, der alle Technik in seinem weißen Flachbildschirm enthält. Die berühmt-berüchtigen Rechner- oder Programm-„Abstürze“, die zuvor des öfteren so manche Arbeit blitzartig zunichte machten, gehören seither glücklicherweise der Vergangenheit an. Auch der Zugang zum Internet und das Empfangen und Versenden von ePost sind nun völlig problemlos möglich. Das neue Programm zum Gestalten der Zeitungsseiten („Adobe InDesign“) erfordert zwar noch eine gewisse Einarbeitungszeit – nicht jede Neuerung ist immer in jeder Hinsicht besser -, aber auch diese Hürde läßt sich meistern. Denn 1986, als die erste Ausgabe der JUNGEN FREIHEIT erschien, waren viel schwierigere Probleme zu lösen. An PCs oder Macs war gar nicht zu denken. Selbst einfache Rechner etwa von Schneider, mit denen man zumindest Textverarbeitung absolvieren konnte, kosteten mehrere tausend Mark, grafikfähige Macs ein mehrfaches davon. Auf einer Schreibmaschine vom Typ „Olympia“ aus den frühen fünfziger Jahren wurden die ersten Manuskripte und Briefe der JUNGEN FREIHEIT getippt, Grafik und Vervielfältigung erfolgten bei einer Kirchzartener Druckerei. Doch die Zeitung entwickelte sich kontinuierlich weiter – und mit ihr auch die verwendete Technik. 1990 kam der erste „Macintosh Plus“ mit einem acht Megahertz (MHz) schnellen Motorola-Prozessor und zunächst einem Megabyte Hauptspeicher. Der „Macintosh Quadra 650“ mit 1.152 mal 870 Bildpunkten Auflösung eröffnete ab 1994 schon professionelle Gestaltungsmöglichkeiten. Die JF-Formatvergrößerung im Jahr 2000 brachte den nächsten Technik-Schub: Das Programm „PageMaker 6.5“ verbesserte die Seitengestaltung, und blaugrüne „iMacs“ mit 350 MHz-G3-Prozessor und einem 15-Zoll-Röhrenmonitor brachten nicht nur Farbe in den grauen Technik-Alltag, sondern ermöglichten erstmals jedem Redakteur den direkten Zugang vom eigenen Arbeitsplatz aus zum Internet – bis dahin war „Schlangestehen“ angesagt: ein PC war das einzige Fenster zum Weltnetz. Weitere Informationen, mit Fotos, Grafiken u.ä. finden Sie in der PDF-Datei „20 Jahre JUNGE FREIHEIT“. oder im Portal JUNGE FREIHEIT

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