Sonderbar, sonderbar

Ein rechter Damenhandschuh, ein Exemplar der Zeitschrift Playboy aus dem Sommer 1983 und eine originalverpackte Taufkerze gehören nicht unbedingt zu den Dingen, die ein JF-Redakteur für seine tägliche Arbeit benötigt. Dennoch förderte ein vorgezogener Frühjahrsputz in der vergangenen Woche genau diese Gegenstände zum Vorschein. Sie lagerten, offenbar jahrelang unbemerkt, im Schrank der Politik-Redaktion. Im Laufe der Zeit hatten sich diese sonderbaren Sachen mit dem täglich anfallenden Restmüll der Redaktionsarbeit – wie etwa altem Recherchematerial und vor Jahren schon veröffentlichten Leserbriefen – zu einem schier undurchdringlichen und unüberschaubaren Sammelsurium verdichtet. Eine ansehnliche Sammlung (mittlerweile) historischer Berliner Telefonbücher sowie mehrerer Wandkalender aus dem vorherigen Jahrhundert machte das Chaos perfekt. Was lag also näher, als den Schwung des neuen Jahres zu nutzen und eine wegen Überfüllung längst nicht mehr zu schließende Schranktür zum Anlaß zu nehmen, um endlich einmal „klar Schiff“ zu machen? Natürlich müßte jetzt noch die Frage beantwortet werden, wie die eingangs aufgezählten Gegenstände ihren Weg in die Redaktion gefunden haben. Allerdings: Wir stehen vor einem Rätsel! Marcus Schmidt

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