ULM. Ein Angriff in einem Elektronikfachhandel in Ulm hat am Dienstagmittag mehrere Schwerverletzte gefordert. Ein 29jähriger Eritreer hat gegen 12.30 Uhr zwei Männer mit einem Messer attackiert. Ein 25jähriger wurde dabei lebensgefährlich verletzt, ein 22jähriger Mann erlitt leichte Verletzungen.
Der Schwerverletzte befindet sich in intensivmedizinischer Behandlung, sein Zustand gilt als kritisch. Nach der Tat hat der mutmaßliche Angreifer das Geschäft verlassen. Wenig später trafen Einsatzkräfte der Polizei den Mann in unmittelbarer Nähe an.
Nach Angaben der Ermittler bedrohte der Eritreer die Beamten weiterhin mit dem mitgeführten Messer und weigerte sich trotz mehrfacher Aufforderung, die Waffe niederzulegen. Daraufhin gaben die Polizisten mehrere Schüsse auf den Tatverdächtigen ab. Der Mann wurde dabei schwer verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er derzeit intensivmedizinisch versorgt wird.
Eritreer bereits in der Vergangenheit gewalttätig
Zur Motivlage machte die Polizei bislang keine Angaben. Bekannt ist jedoch, daß der 29jährige bereits in der Vergangenheit wegen Gewaltdelikten aufgefallen war und bis Dezember 2025 eine Haftstrafe verbüßt hatte. Gegen ihn soll nun ein Haftbefehl beantragt werden.
Die Ermittlungen zum polizeilichen Schußwaffengebrauch hat in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Ulm das Landeskriminalamt Baden-Württemberg übernommen. Die Untersuchungen zum Messerangriff selbst führt das Polizeipräsidium Ulm. Der genaue Ablauf des Geschehens ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. (rr)






