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Bizarrer Auftritt hat Nachspiel: Wer ist der Dracula-Goebbels vom AfD-Kongreß?

Bizarrer Auftritt hat Nachspiel: Wer ist der Dracula-Goebbels vom AfD-Kongreß?

Bizarrer Auftritt hat Nachspiel: Wer ist der Dracula-Goebbels vom AfD-Kongreß?

Ein Man mit schulterlangen dunklen Haaren schaut wahnsinnig drein und steht an einem Rednerpult: es ist der mysteriöse (noch)-AfD-Kandidat Alexander Eichwald während seiner Rede
Ein Man mit schulterlangen dunklen Haaren schaut wahnsinnig drein und steht an einem Rednerpult: es ist der mysteriöse (noch)-AfD-Kandidat Alexander Eichwald während seiner Rede
Der mysteriöse (noch)-AfD-Kandidat Alexander Eichwald während seiner Rede. Foto: Screenshot
Bizarrer Auftritt hat Nachspiel
 

Wer ist der Dracula-Goebbels vom AfD-Kongreß?

Als wäre er einem schlechten Hollywoodfilm entsprungen: Mit gerolltem R und irren Blicken blamierte sich ein frisch eingetretener Nachwuchskandidat auf dem AfD-Jugendkongreß. Doch wer ist der Mann ‒ und was steckt wirklich hinter dem bizarren Auftritt?
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GIEßEN. Irre Augen, das R gerollt wie bei einem Hollywood-Schurken, fuchtelnde Handgesten wie bei Propagandaminister Goebbels: Der Auftritt eines Kandidaten für die neue AfD-Jugend hat beim gestrigen Kongreß (Lesen Sie hier den JF-Liveticker) für Belustigung und Empörung gesorgt. Ob er ein V-Mann des Verfassungsschutz sei, fragte ihn ein anderes AfD-Mitglied im Anschluß. Anders könne man sich diesen Auftritt gar nicht erklären.

Und bereits während des Vorstellungsgesprächs lachten derart viele über die Rede, daß der Versammlungsleiter um Ruhe bitten mußte. Auf X gingen Auszüge des etwa dreiminütigen Vorstellungsvortrags seit Sonnabend viral.

Der Name des Mannes lautet Alexander Eichwald, der AfD beigetreten ist er nach eigener Aussage im Jahr 2025. Tatsächlich sitzt er seit November für die AfD im Ratsystem Herford ‒ als „sachkundiger Bürger“.

Zuvor arbeitete Eichwald in einer Gleichstellungsbehörde

Im Jahr 2019 arbeitete er allerdings noch als Praktikant im Gleichstellungsbüro des nordrhein-westfälischen Herford. Dabei arbeitete er unter anderem mit der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück zusammen ‒ Fotos zeigen ihn lächelnd zwischen anderen Angestellten, die langen Haare auf die gleiche Art getragen, wie beim Kongreß der Generation Deutschland.

Und es gibt noch weitere Spuren: Sie führen zu einem Musiker, der sich „Alex Oak“ nennt ­‒ und mittlerweile sämtliche Konten auf Amazon, Spotify etc. gelöscht hat. Fotos des Musikers finden sich jedoch noch. Sie ähneln Eichwald fatal.

Auf Nachfragen der Bild antwortete er ausweichend. Er „glaube nicht“, daß er eine Kunstfigur sei, erklärte der 30jährige. Auf die Frage, ob er Alex Oak sei, antwortete er „Ja. Ich glaube nicht. Ich bin nicht Alex Oak.“

Es kommt ein Parteiausschlußverfahren

Auch andere Erklärungen des Mannes wirken seltsam. Sein gerolltes R komme etwa daher, daß er Rußlanddeutscher sei und Deutsch auf diese Art gelernt habe. Auf X äußern mehrere Nutzer Skepsis über diese Herleitung. „Kein Russe redet so“, schrieb etwa ein Nutzer.

Konkrete Verbindungen zum Bundesamt für Verfassungsschutz oder linksradikalen Aktionismus-Gruppen wie dem Zentrum für politische Schönheit sind bei Eichwald bislang nicht bekannt. Dennoch möchte die AfD nun Konsequenzen ziehen. Der Fraktionschef der AfD-Herford, Michel Schneidermann, erklärte, er habe nichts von der Kandidatur gewußt. Eichwald kenne er erst seit zwei Monaten.

Der Mann habe zudem gelogen, als er sich „designierter Jugendbeauftragter“ der Heimat-AfD vorstellte. Auch nicht akzeptabel sei, daß Eichwald „vom deutschen Volkskörper“ sprach. Schneidermann bereite bereits ein Parteiausschlußverfahren vor ­‒ wegen parteischädigen Verhaltens. Rückendeckung bekommt Schneidermann von AfD-Chef Tino Chrupalla. „Mit dem Inhalt sowie der Art und Weise seines Bewerbungsvortrags hat sich Alexander Eichwald von den Grundsätzen der Partei distanziert. Der Bundesvorstand mißbilligt das ausdrücklich und sieht sich daher veranlasst, eine Prüfung seiner Daten und Mitgliedsrechte vorzunehmen“, sagt Chrupalla der dpa. (lb)

Der mysteriöse (noch)-AfD-Kandidat Alexander Eichwald während seiner Rede. Foto: Screenshot
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