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Finanzpolitik: Immer mehr Schulden – öffentliche Hand rutscht tiefer ins Minus

Finanzpolitik: Immer mehr Schulden – öffentliche Hand rutscht tiefer ins Minus

Finanzpolitik: Immer mehr Schulden – öffentliche Hand rutscht tiefer ins Minus

Statt zu konsolidieren, steigen die Schulden weiter: Nur drei Bundesländer schreiben schwarze Zahlen, der Rest versinkt im Defizit. Das hat vor allem eine Ursache. Düsseldorf, 11.08.2022: Obdachlosenhilfe Fiftyfifty, Fifty-Fifty-Demonstration, das Geld ist alle, Sozialleistungen, 9-Euro-Ticket, Lebensmittelpreise, Energiepreise, Strompreise, Gaspreise, Inflation, Hartz IV, Arbeitslosengeld II, Minijobber, Sozialstaat, Sozialleistungen, Geldnot, Finanzlücke, Altersarmut, Armutsrentner, Seniorenarmut, Einkaufstasche, Einkaufsbeutel, Konsumverzicht, Brotpreise, Tankrabatt, Energiepauschale, Umverteilung, Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, Deutschland „Das Geld ist alle …“ Foto: IMAGO / Michael Gstettenbauer
Statt zu konsolidieren, steigen die Schulden weiter: Nur drei Bundesländer schreiben schwarze Zahlen, der Rest versinkt im Defizit. Das hat vor allem eine Ursache. Düsseldorf, 11.08.2022: Obdachlosenhilfe Fiftyfifty, Fifty-Fifty-Demonstration, das Geld ist alle, Sozialleistungen, 9-Euro-Ticket, Lebensmittelpreise, Energiepreise, Strompreise, Gaspreise, Inflation, Hartz IV, Arbeitslosengeld II, Minijobber, Sozialstaat, Sozialleistungen, Geldnot, Finanzlücke, Altersarmut, Armutsrentner, Seniorenarmut, Einkaufstasche, Einkaufsbeutel, Konsumverzicht, Brotpreise, Tankrabatt, Energiepauschale, Umverteilung, Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, Deutschland „Das Geld ist alle …“ Foto: IMAGO / Michael Gstettenbauer
„Das Geld ist alle …“ Foto: IMAGO / Michael Gstettenbauer
Finanzpolitik
 

Immer mehr Schulden – öffentliche Hand rutscht tiefer ins Minus

Statt zu konsolidieren, steigen die Schulden weiter: Nur drei Bundesländer schreiben schwarze Zahlen, der Rest versinkt im Defizit. Das hat vor allem eine Ursache.
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WIESBADEN. Das Defizit der öffentlichen Hand hat sich im Jahr 2024 auf 104,4 Milliarden Euro erhöht. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen verbuchten zwar insgesamt 6,8 Prozent höhere Einnahmen als im Vorjahr, gaben jedoch zeitgleich 7,1 Prozent mehr aus, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Der Bund konnte seine Neuschulden von 87,6 Milliarden Euro auf 50,9 Milliarden reduzieren. Er nahm zuletzt 569 Milliarden Euro ein. Demgegenüber standen Ausgaben in Höhe von 620 Milliarden Euro.

Die wesentlichen Einnahmen aus Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen wuchsen auf allen Ebenen stabil auf neue Rekordhöhen. Sie überstiegen erstmals die Zwei-Billionen-Euro-Marke. Allerdings konnten die Gesamteinnahmen die Ausgaben längst nicht decken. Besonders die Länder, Gemeindeverbände und Sozialversicherungen sind defizitär.

Haushalte der Länder und Kommunen tief im Minus

Die Mehrausgaben von Ländern, Kommunen und Sozialversicherungen übertrafen zusammengerechnet mittlerweile die des Bundes. Bislang war dieser hauptverantwortlich für den Minusbetrag. Vor allem aber die Länder haben Neuschulden in Höhe von 18,1 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr gemacht. 2023 waren dies noch lediglich 100 Millionen Euro gewesen. Demnach konnten nur Niedersachsen, Sachsen und Rheinland-Pfalz einen finanziellen Überschuß verzeichnen.

Auch die Gemeinden verdreifachten ihr Defizit zum Vorjahr von 6,6 Milliarden auf 24,8 Milliarden Euro. Trotz Gesamteinnahmen der Gemeinden in Höhe von 376,1 Milliarden gaben sie 400,9 Milliarden Euro aus. Die Sozialversicherungen erwirtschafteten vergangenes Jahr 864,1 Milliarden Euro, rutschten jedoch von einem Plus in Höhe von 2,7 Milliarden im Jahr 2023 in ein Minus in Höhe von 10,5 Milliarden im Jahr 2024.

Sozialausgaben und militärische Beschaffungen erhöht

Von den vom Bund bezuschußten Sozialleistungen in Höhe von 3,9 Milliarden Euro machte das Bürgergeld allein 3,3 Milliarden Euro aus. Gerade das Defizit der Pflege-, Renten und Krankenversicherungen schlug bei den Sozialdienstleistern negativ zubuche.

Der Bund reduzierte derweil seine Zuschüsse an Privathaushalte und Unternehmen nach dem Auslaufen der „Energiepreisbremse“ um 7,9 Prozent und konnte dadurch Gelder einsparen. Eine der Hauptausgaben des Bundes waren gestiegene Aufwendungen durch das sogenannte Sondervermögen der Bundeswehr von 5,6 Milliarden im Jahr 2023 auf 16,9 Milliarden Euro im Jahr 2024. (rsz)

„Das Geld ist alle …“ Foto: IMAGO / Michael Gstettenbauer
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