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Radikaler Klimaschutz: Reul kritisiert den WDR für Lützerath-Berichterstattung

Radikaler Klimaschutz: Reul kritisiert den WDR für Lützerath-Berichterstattung

Radikaler Klimaschutz: Reul kritisiert den WDR für Lützerath-Berichterstattung

Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, hat den WDR für dessen Berichterstattung scharf kritisiert.
Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, hat den WDR für dessen Berichterstattung scharf kritisiert.
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat kein Verständnis für die Lützerath-Berichterstattung des WDR Foto: picture alliance / SvenSimon | Malte Ossowski/SVEN SIMON
Radikaler Klimaschutz
 

Reul kritisiert den WDR für Lützerath-Berichterstattung

Ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk neutral, oder ein Sprachrohr der Klima-Radikalen? Letzteres wirkt mit Blick auf die Lützerath-Berichterstattung denkbar. Der WDR lässt unkritisch Demonstranten schwere und unbegründete Vorwürfe gegen die Polizei erheben. NRW-Innenminister Reul (CDU) attackiert den Sender dafür.
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DÜSSELDORF. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hat den WDR für seine Berichterstattung über die Besetzer von Lützerath scharf kritisiert. Der Sender gefährde sein Ansehen, wenn er einer radikalen Gruppe 50 Minuten Sendezeit schenke. „Da werden nicht akzeptable Dinge unwidersprochen übertragen“, sagte Reul am Dienstag der Bild-Zeitung.

Hintergrund ist ein Beitrag des WDR vom Sonntag, in dem Vertreter der selbsternannten Klimaschützer schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben hatten. Beispielsweise sprach die „Demonstrationssanitäterin“ Iza Hofmann von „ungehemmter“ Polizeigewalt und einer „hohen zwei- bis dreistelligen Zahl an Verletzten“. Unter diesen seien „viele schwer verletzte, einige lebensgefährlich verletzte Personen“. Die Beamten hätten „systematisch auf Köpfe geschlagen“.

WDR präsentiert Demonstrantin als Sanitäterin

Konkrete Zahlen oder Beispiele von schwer verletzen Demonstranten konnte Hofman nicht nennen. Zudem ist sie keine Sanitäterin, sondern Vorstandsmitglied der Grünen Jugend in Trier. Sie absolviert nach eigenen Angaben derzeit eine Ausbildung zur Sanitäterin.

Das Dorf Lützerath in Nordrhein-Westfalen, dessen ursprüngliche Bewohner vor Jahren gegen finanzielle Entschädigung weggezogen sind, ist seit Langem ein Streitthema. Der Energieversorgungskonzern RWE will dort nach Braunkohle graben. Selbsternannte Klimaschützer demonstrieren gegen das Vorhaben. In der vergangenen Woche war es bei der polizeilichen Räumung zu erheblichen Ausschreitungen durch die Demonstranten gekommen. (st)

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat kein Verständnis für die Lützerath-Berichterstattung des WDR Foto: picture alliance / SvenSimon | Malte Ossowski/SVEN SIMON
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