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Asylpolitik: Migranten: CSU-Landrat droht Eigentümern mit Beschlagnahme

Asylpolitik: Migranten: CSU-Landrat droht Eigentümern mit Beschlagnahme

Asylpolitik: Migranten: CSU-Landrat droht Eigentümern mit Beschlagnahme

Im Kreis Starnberg will der CSU-Landrat notfalls Immobilien für die Unterbringung von Migranten beschlagnahmen.
Im Kreis Starnberg will der CSU-Landrat notfalls Immobilien für die Unterbringung von Migranten beschlagnahmen.
Im Kreis Starnberg will der CSU-Landrat notfalls Immobilien für die Unterbringung von Migranten beschlagnahmen. Foto: picture alliance / Wagner | Ulrich Wagner
Asylpolitik
 

Migranten: CSU-Landrat droht Eigentümern mit Beschlagnahme

In Starnberg ist der CSU-Landrat in Verhandlungen mit Eigentümern über Wohnraum für Asylbewerber. Jetzt droht er: Stimmen sie nicht zu, werde der Kreis die Immobilien beschlagnahmen.
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STARNBERG. Im oberbayerischen Landkreis Starnberg sind alle Plätze in den Migranten-Unterkünften belegt. Landrat Stefan Frey (CSU) hat nun angekündigt, Immobilien notfalls zu beschlagnahmen, falls die Eigentümer sich weigern, sie für Asylbewerber zur Verfügung zu stellen.

Konkret gehe es um drei Objekte, die noch nicht belegt sind. Dabei handele es sich um Aus- und Fortbildungsstätten. Diese seien für 70 bis 100 Zuwanderer geeignet. Betrieben werden sie laut Frey von öffentlichen Trägern.

CSU-Landrat: „Ich muß alle Mittel ausschöpfen“

„Wir haben zur Zeit rund 2.600 Geflüchtete. Dazu kommen rund 1.800 Menschen aus der Ukraine. Wir haben sie in elf Gemeinschaftsunterkünften und rund 80 dezentralen Unterkünften untergebracht – das sind Wohnungen, Pensionen, Gewerbehallen. Alles, was geht“, sagte er der Bild.

Jetzt werde es „echt eng“. Zwar lasse er aktuell zwei neue Unterkünfte bauen. Aber die seien erst im Frühjahr fertig. Er wolle die Migranten aber sicher über den Winter bringen. Daher verhandele er mit den Betreibern der Weiterbildungsstätten. Wörtlich sagte er: „Aber wenn es nicht klappt, müssen wir das per Bescheid machen – also beschlagnahmen.“

Er sehe das „nüchtern“: Jeden Tag kämen 100 bis 200 Menschen nach Oberbayern, die eine Unterkunft brauchen: „Ich muß alle Mittel ausschöpfen.“

Erst kürzlich hatte der nordrhein-westfälische CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak verkündet, daß in seinem Wahlkreis Iserlohn bereits private Wohnungen für die Unterbringung von Migranten beschlagnahmt werden. (fh)

Im Kreis Starnberg will der CSU-Landrat notfalls Immobilien für die Unterbringung von Migranten beschlagnahmen. Foto: picture alliance / Wagner | Ulrich Wagner
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