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Was macht eigentlich Karl Lauterbach?

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Was macht eigentlich Karl Lauterbach?

Gefangen in einem Panik-Corona-Paralleluniversum: Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). warnt täglich mehrfach
Gefangen in einem Panik-Corona-Paralleluniversum: Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). warnt täglich mehrfach
Gefangen in einem Panik-Corona-Paralleluniversum: Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). warnt täglich mehrfach vor Corona. Foto: picture alliance/dpa | Annette Riedl
 

Was macht eigentlich Karl Lauterbach?

BERLIN. Karl Lauterbach und seine Blase: Während Länder weltweit die Pandemie für beendet erklärt haben und Deutschland über die Energiekrise diskutiert, betreibt der Gesundheitsminister täglich mehrfach Corona-Panik auf Twitter. Blick in die Parallelwelt eines Besessenen.

In den vergangenen drei Tagen hat der SPD-Politiker gleich sieben Tweets zu Corona abgesetzt. Mit immer demselben Tenor: Nun wird’s aber wirklich richtig bedrohlich.

Am Sonnabend versuchte Lauterbach die größte Angst der Deutschen zu schüren, nämlich die um ihren Nachwuchs: „Jetzt beginnen schwierige Wochen für Kinder“, twitterte er. Niemand wolle den „Ausfall von Unterricht“. Doch dahinter setzt er ein großes „Trotzdem“. Denn es gebe „leider Hinweise, wie die Studie aus Norwegen, daß COVID auch Kindern schaden kann.“ Daher sollten „auch Kinder geimpft sein“, forderte er.

Ende der Pandemie? „Höhepunkt des Abseitigen“

Einen Tag später bezeichnete er einen „Artikel über das ‚Ende der Corona Pandemie‘“ aus der Welt am Sonntag als den „Höhepunkt des Abseitigen“. Dabei trifft die Schlagzeile genau das, was Gesundheitspolitiker, Experten und Regierungen weltweit seit Wochen sagen: Die Pandemie ist vorbei. Selbst Länder mit den einst härtesten Maßnahmen wie Frankreich, Israel und Neuseeland haben die Gefährlichkeit des Virus‘ für beendet erklärt. Auch US-Präsident Joe Biden, der als Corona-Paniker stets nur mit Maske auftrat, sagte kürzlich: „Die Pandemie ist vorbei.“

In einem weiteren Tweet am Sonntag schrieb Lauterbach: „Daß eine Herbstwelle kommt, ist wahrscheinlich. Sie baut sich aber langsam auf.“ Dank der in Europa einmaligen Maßnahmen, für die sich der Minister kürzlich in Israel rühmte und doch nur Kopfschütteln erntete, sei Deutschland aber „gut vorbereitet“. Er sei sich „sicher, daß sich viele bei steigender Fallzahl Infektion und Long-Covid-Risiko ersparen wollen“. Daher warb er für „angepaßte Impfstoffe und Maske im Innenraum“.

Panik vor neuen Varianten

Immer noch am selben Tag twitterte er alarmiert: „Neue Varianten nehmen zu.“ Sie würden aber bei uns erst im Winter eine Rolle spielen. Die Frage, was dann die auf Omikron angepaßten Impfstoffe, für die er kurz darauf trommelte, bringen sollen, beantwortete er nicht.

Gestern dann der nächste Alarmruf aus Lauterbachs Parallelwelt: „Die 7-Tage Inzidenz steigt weiter.“ Er beklagte, „bisher werden die neuen Impfstoffe zu wenig genutzt“. Seine Forderung: „Lieber 4. Impfung als 2. Infektion.“ Denn: „Jede Infektion bringt erneut die Long-Covid-Gefahr.“

In einem zweiten Tweet knöpfte er sich das Münchner Oktoberfest als Superspreader-Event vor. Dieses „wäre mit Testen vor Einlaß sicherer gewesen und nicht weniger schön“. Und dann wieder dieselbe Panikmache vor Spätfolgen: „Jetzt werden in der Folge mehr schwere Verläufe und Long-Covid-Fälle behandelt werden müssen.“

„Was hat Lauterbach vom Leben – außer Corona?“

Der dritte Lauterbach-Tweet vom Dienstag begann dann so: „Die Infektionszahlen steigen schon jetzt.“ Und erneut beklagte er sich: „Immer wieder wird das Ende der Pandemie eingefordert. Das werden neue Impfstoffe bringen. Keine Dekrete.“

Wer den Twitter-Account des Gesundheitsministers verfolgt, könnte zu dem Schluß kommen, daß FDP-Vize Wolfgang Kubicki nicht völlig unrecht hatte, als er sagte: „Der Mann ißt kein Salz, der Mann ißt keinen Zucker, trinkt keinen Alkohol, hat keine Freundin. Mein Gott, was hat der Mann vom Leben – außer Corona?“

Gefangen in einem Panik-Corona-Paralleluniversum: Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). warnt täglich mehrfach vor Corona. Foto: picture alliance/dpa | Annette Riedl
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