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Die Polizei kontrolliert Autofahrer am Kurfürstendamm in Berlin (Archivbild) Foto: picture alliance / Paul Zinken/dpa | Paul Zinken
Die Polizei kontrolliert Autofahrer am Kurfürstendamm in Berlin (Archivbild) Foto: picture alliance / Paul Zinken/dpa | Paul Zinken

Illegale Autorennen
 

Raser in Berlin: „75 Prozent haben einen ausländisch klingenden Namen“

BERLIN. Die Berliner Behörden haben von Jahresbeginn bis Oktober 892 illegale Autorennen in der Hauptstadt registriert. Damit liegt der Wert bereits auf dem Niveau des gesamten Vorjahres, berichtete die Bild-Zeitung. Oberamtsanwalt Andreas Winkelmann äußerte nach der Auswertung von mehr als 2.000 Verfahren: „Unsere Klientel ist zwischen 18 und 30 Jahren, 75 Prozent haben einen ausländisch klingenden Namen.“ In 80 Prozent der Fälle illegaler Autorennen nutzten die Täter demnach nicht ihre eigenen, sondern Car-Sharing-Autos.

Berlins Justizsenator Dirk Behrend (Grüne) brachte in der Vergangenheit Maßnahmen ins Gespräch, um gezielt junge Fahrer von schnellen Autos fernzuhalten. So wolle er durchsetzen, daß Pkw mit mehr als 200 PS nicht an Personen unter 25 Jahren vermietet werden dürfen.

In der Hauptstadt sorgten Raserunfälle mit Todesopfern bereits für Schlagzeilen. So verurteilte das Berliner Landgericht die beiden Raser vom Kurfürstendamm, Hamdi H. und Marvin N., im Februar 2017 zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Die beiden waren mit rund 170 Stundenkilometern durch die Innenstadt gefahren und töteten dabei einen unbeteiligten Rentner. (ag)

Die Polizei kontrolliert Autofahrer am Kurfürstendamm in Berlin (Archivbild) Foto: picture alliance / Paul Zinken/dpa | Paul Zinken
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