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Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne): Wenn seine Parteikollegin und Spitzenkandidatin Annalena Baerbock Kanzlerin werden wolle, müsse sie Politik für alle machen
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne): Wenn seine Parteikollegin Annalena Baerbock Kanzlerin werden wolle, müsse sie Politik für alle machen Foto: picture alliance/Bernd Weißbrod/dpa

Bundestagswahl
 

Kretschmann: Grüne sind auch wegen Baerbock „krachend gescheitert“

STUTTGART. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat der Kanzlerkandidatin seiner Partei, Annalena Baerbock, eine Mitschuld am verpaßten Sieg der Grünen bei der Bundestagswahl gegeben. Man sei „krachend gescheitert“, kritisierte er gegenüber der Schwäbischen Zeitung.

Wenn die Parteichefin Ministerpräsidentin oder Kanzlerin werden wolle, müsse sie „Politik für alle machen“ und nicht nur der eigenen Anhängerschaft ein Angebot machen. „Da kann man nicht nur die Lieder der eigenen Partei singen.“ SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz habe das begriffen und klugerweise „überhaupt keine Lieder gesungen“, merkt er mit Blick auf dessen Zurückhaltung im Wahlkampf an.

Kretschmann: Fraglich, ob Grüne an Gründen für ihr Scheitern interessiert sind

Die Analyse aller Gründe für das Wahlergebnis dauere derzeit noch an. Er wisse allerdings nicht, ob die Grünen wirklich an den Ursachen für ihr Scheitern interessiert seien. Viele Parteien kümmerten sich nicht um so etwas.

Umfragen vor der Bundestagswahl im September hatten der Partei Ergebnisse um 20 Prozent prognostiziert. Letztlich erhielten sie jedoch nur 14,8 Prozent. Die SPD wurde mit 25,7 Prozent stärkste Kraft. (zit)

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne): Wenn seine Parteikollegin Annalena Baerbock Kanzlerin werden wolle, müsse sie Politik für alle machen Foto: picture alliance/Bernd Weißbrod/dpa
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