Auf dem Hermannplatz in Berlin-Neukölln demonstrierten 150 Personen gegen die angeblich islamfeindliche Politik Frankreichs (Symbolbild) Foto: picture alliance/Christophe Gateau/dpa
Auf dem Hermannplatz in Berlin-Neukölln demonstrierten 150 Personen gegen die angeblich islamfeindliche Politik Frankreichs (Symbolbild) Foto: picture alliance/Christophe Gateau/dpa
Kundgebung in Neukölln

Nach Nizza-Anschlag: Demonstranten in Berlin skandieren „Allahu Akbar“

BERLIN. Im Berliner Bezirk Neukölln haben am Donnerstag abend rund 150 Demonstranten gegen die angeblich islamfeindliche Politik Frankreichs protestiert. Während der Kundgebung riefen sie wiederholt „Allahu Akbar“ und hielten Plakate mit Bezug zum Propheten Mohammed in die Höhe, berichtete der Tagesspiegel. Wenige Stunden zuvor waren bei einem islamistischen Anschlag in Frankreich drei Menschen getötet worden.

Ermittler sollen unter den Teilnehmern der Demonstration auch Angehörige der Islamisten-Szene ausgemacht haben. Die Stimmung sei aufgeheizt gewesen.

Der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Georg Pazderski, äußerte angesichts der Bilder aus Neukölln gegenüber der JUNGEN FREIHEIT: „Die Spontan-Kundgebung mit ‘Allahu-Akbar’-Rufen in Neukölln ist ekelerregend: Während in Frankreich in Kirchen Köpfe rollen, feiern auf Berliner Straßen Moslems die Terroristen – und Rotrotgrün sieht feige zu. Wie lange wollen wir noch verdrängen, daß in Deutschland eine Zeitbombe tickt? Wir fordern null Toleranz für Extremisten und alle Sympathisanten auszuweisen.“ Auf Twitter teilte er Aufnahmen von der Demonstration.

 Anlaß der Demonstration sei der Streit zwischen Frankreich und der Türkei über die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen. Weil er solche Abbildungen gezeigt hatte, war am 16. Oktober der Lehrer Samuel Paty in Paris von einem 18jährigen Tschetschenen enthauptet worden.

Aufgrund der jüngsten Anschläge warnen Sicherheitsbehörden auch in Deutschland vor möglichen Nachahmungstätern. Der Berliner Landesverband der Deutschen Geschichtslehrer hatte vor vergangene Woche geäußert, daß aus vermeintliche Rücksicht auf moslemische Schüler bestimmte Inhalte im Unterricht nicht thematisiert würden. (ag)

Auf dem Hermannplatz in Berlin-Neukölln demonstrierten 150 Personen gegen die angeblich islamfeindliche Politik Frankreichs (Symbolbild) Foto: picture alliance/Christophe Gateau/dpa

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