Schwerin
Flüchtlinge vor der Erstaufnahmeeinrichtung in Schwerin (Archivbild) Foto: (c) dpa
Mecklenburg-Vorpommern

Coronafälle: Keine Quarantäne für Schweriner Asylunterkunft

SCHWERIN. Trotz 20 mit Corona infizierter Asylbewerber hat das Innenministerium von Mecklenburg-Vorpommern Quarantänemaßnahmen für eine Erstaufnahmeeinrichtung in Schwerin abgelehnt. Allerdings bleibe der seit Mitte März geltende Aufnahme- und Verteilungsstopp für die Asylbewerber bestehen, teilte das Ministerium dem NDR mit.

Demnach seien bereits vier Erkrankte als genesen aus der Ausweicheinrichtung in Parchim entlassen worden und seien wieder in der Schweriner Unterkunft. Alle Infizierten wiesen nur leichte Symptome auf. Ihre Kontaktpersonen befänden sich in häuslicher Quarantäne.

Innenministerium verweist auf Schutzmaßnahmen in Unterkunft 

Am vergangenen Wochenende sei auch bei fünf Mitarbeitern der Malteser-Werke, des Betreibers der Unterkunft, das Coronavirus nachgewiesen worden. Auch sie und ihre Kontaktpersonen seien in häuslicher Quarantäne isoliert.

Das Ministerium betonte, in der Einrichtung werde auf spezielle Schutzvorkehrungen geachtet. Besonders gefährdete Flüchtlinge könnten ein eigens eingerichtetes Schutzhaus auf dem Gelände nutzen. Die Malteser-Mitarbeiter trügen stets Atemmasken und Handschuhe.

Im März hatte die Asylunterkunft im thüringischen Suhl für Schlagzeilen gesorgt. Dort hatten Migranten gegen die verhängte Quarantäne randaliert. Erst die Verlegung der Hauptverantwortlichen beruhigte die Situation wieder. (ag)

Flüchtlinge vor der Erstaufnahmeeinrichtung in Schwerin (Archivbild) Foto: (c) dpa

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