Claus-Peter Reisch
Der Kapitän des Flüchtlingsschiffs Lifeline, Claus-Peter Reisch, fordert die Aufnahme weiterer Flüchtlinge Foto: picture alliance/Paul Zinken/dpa

Flüchtlingsorganisation im Innenministerium
 

Seehofer trifft „Mission Lifeline“ und prüft Flüchtlingsaufnahme

BERLIN. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat nach einem Treffen mit dem Kapitän des Flüchtlingsschiffs Lifeline, Claus-Peter Reisch, angekündigt, die Aufnahme von 150 Flüchtlingen aus Libyen zu prüfen. Das hatte Reisch während eines Treffens im Innenministerium gefordert.

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In einer Stellungnahme berichtete Reisch, man habe Seehofer geschildert, „was vor der Küste Libyens abgeht“. Zudem sei dem Innenminister ein Verzeichnis mit über 35.000 Toten aus dem Mittelmeer überreicht worden. Laut der Einschätzung von Reisch habe Seehofer vieles von dem, was er ihm berichtete, nicht gewußt.

Seehofer und Reisch wollen in Kontakt bleiben

Zudem sei während des Gesprächs vereinbart worden, sich weiter über die mögliche Aufnahme der Flüchtlinge auszutauschen. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung“, zeigte sich Reisch erfreut.

Reisch war im vergangenen Jahr von der SPD-Fraktion im bayerischen Landtag für seine Einsätze im Mittelmeer ausgezeichnet worden, bei denen er Einwanderungswillige aus Seenot gerettet hatte. Derzeit läuft gegen ihn auf Malta ein Verfahren. Ihm wird vorgeworfen, sein Flüchtlingsschiff Lifeline nicht ordentlich registriert zu haben. (ag)

Der Kapitän des Flüchtlingsschiffs Lifeline, Claus-Peter Reisch, fordert die Aufnahme weiterer Flüchtlinge Foto: picture alliance/Paul Zinken/dpa
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