Salzgitter
Tatort in Salzgitter: Kreidestriche markieren den Fundort des erschossenen Irakers Foto: picture alliance/Peter Steffen/dpa

Moslem gegen Christ
 

Mord an Iraker: Ermittler vermuten religöses Motiv

BRAUNSCHWEIG. Nach den tödlichen Schüssen auf einen 25 Jahre alten Iraker in Salzgitter hat die Polizei einen Syrer festgenommen. Gegen den 33jährigen bestehe laut Staatsanwaltschaft dringender Tatverdacht, berichtet die Braunschweiger Zeitung. Er soll den Iraker aus religiösen Motiven getötet haben.

„Mutmaßlicher Hintergrund der Tat dürfte der Umstand sein, daß der Beschuldigte und das Opfer unterschiedlichen Konfessionen angehören“, zitiert die Zeitung einen Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Syrer sei Moslem, der Iraker Christ gewesen. Dem Syrer habe es nicht gepaßt, daß seine Schwester eine Beziehung zu dem Mann gehabt habe. Derzeit prüfen die Ermittler deshalb auch, ob die Familie des mutmaßlichen Täters in den Mord miteingebunden war.

Die Polizei war am Samstag abend zu einem Parkplatz in Salzgitter gerufen worden, weil Passanten dort auf dem Boden eine regungslose Person entdeckt hatten. Rettungskräfte versuchten den schwerverletzten Iraker noch zu reanimieren, er verstarb aber kurze Zeit später im Krankenhaus an den Folgen der Schüsse. (krk)

Tatort in Salzgitter: Kreidestriche markieren den Fundort des erschossenen Irakers Foto: picture alliance/Peter Steffen/dpa
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