Formel-E-Fahrer Daniel Abt Foto: picture alliance / NurPhoto
Nach persönlichen Angriffen

Formel-E-Pilot Abt kritisiert Radikalität in der Klimadiskussion

INGOLSTADT. Formel-E-Fahrer Daniel Abt hat die Radikalität der Klimaschutzdebatte in Deutschland kritisiert. „Was bei uns in Deutschland passiert, ist schon zu extrem, das ist keine klassische Debatte mehr, sondern das ist teilweise radikal“, beklagte der Audi-Pilot im Gespräch mit der Bild-Zeitung.

Er sei schon zwei Mal auf einem Parkplatz beleidigt worden, weil er am Steuer eines SUV saß. Auch die linksradikalen Öko-Proteste gegen die Internationale Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt kritisierte der Allgäuer. „Das heizt die Situation aus meiner Sicht nur auf, bringt uns aber in der Sache nicht weiter.“ Dennoch solle man für das Thema Klimaschutz „ein gewisses Bewußtsein“ haben.

Klimadebatte in der Formel 1

Sich und seine Fahrerkollegen sieht er trotz des Elektromotors im Formel-Auto nicht als Vorreiter in Sachen Klimaschutz. „Auch als Formel-E-Rennfahrer kann man nicht so tun, als wäre man ein Engel, weil ein Elektromotor in unseren Autos ist.“

In der Formel 1 war es zuletzt im Fahrerlager zu einer Debatte über den Klimawandel und das jeweilige Engagement dagegen gekommen. Der sechsfache Weltmeister Lewis Hamilton hatte jüngst seine Unterstützer zu einer veganen Lebensweise aufgerufen, um den Planeten zu retten.

Der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel reiste zum Rennen in Monza aus Klimaschutzgründen mit dem Zug an. Red-Bull-Pilot Max Verstappen kann die ganze Aufregung dagegen nicht nachvollziehen. „Ich mag Benzin, darf ich das sagen“, meldete er sich vor dem Großen Preis von Mexiko im Oktober zu Wort. (tb)

Formel-E-Fahrer Daniel Abt Foto: picture alliance / NurPhoto

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