Baden-Württemberg

Ellwangen: Massenschlägerei in Asylheim führt zu Polizeieinsatz

ELLWANGEN. In der Massenunterkunft für Asylbewerber in Ellwangen haben gewalttätige Flüchtlinge die Sicherheitskräfte erneut in Atem gehalten. In der Nacht zum Mittwoch mußten die Beamten wiederholt wegen Ausschreitungen eingreifen, teilte die Polizei mit.

Zunächst löste der Streit zweier 15 Jahre alter Bewohner der Einrichtung eine Massenschlägerei aus. „Es solidarisierten sich jeweils rund 25 Personen mit den Buben aus Guinea sowie ungeklärter Herkunft“, heißt es im Polizeibericht. Mit einem Großaufgebot konnte die Polizei die Situation beruhigen. Zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und die beiden Jugendlichen wurden bei der Auseinandersetzung verletzt. Der Asylbewerber aus Guinea wurde wegen seines aggressiven Auftretens und Trunkenheit in Gewahrsam genommen.

Afrikaner will Krankenhaus nicht verlassen

Wenige Stunden später mußte die Polizei erneut anrücken. Dieses Mal war es zu einer Schlägerei zwischen einem 18 Jahre altem Mann aus Guinea und einem Kameruner gekommen. Beide Kontrahenten waren stark alkoholisiert. Der verletzte Kameruner weigerte sich nach seiner Behandlung, das Krankenhaus zu verlassen. Erneut mußten Polizisten eingreifen und einen Platzverweis aussprechen.

Die Asylunterkunft in Ellwangen war im vergangenen Jahr in die Schlagzeilen geraten, als rund 200 Afrikaner die Abschiebung eines Togolesen verhinderten. Mitte Februar hatte der Gemeinderat entschieden, die Einrichtung bis 2022 weiter zu betreiben. (ag)

Polizeieinsatz in der Flüchtlingsunterkunft in Ellwangen (Archivbild) Foto: (c) dpa

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