Die Polizei geht im Bremer Ostertorviertel gegen die Randalierer vor Foto: picture alliance/Andre van Elten/Nord-West-Media /dpa
Linksextremismus

Bremen: 300 Randalierer blockieren Straße und attackieren Polizei

BREMEN. In der Nacht zu Sonntag haben rund 300 mutmaßlich linksextreme Randalierer in Bremen Polizisten angegriffen und Geschäfte beschädigt. Die Ausschreitungen brachen im Ostertorviertel aus, nachdem eine Kreuzung besetzt worden war, teilte die Polizei mit.

Zunächst spielten Personen auf der Straße Fußball und zündeten Pyrotechnik. Als erste Beamte eintrafen und die Menge aufforderten, die Kreuzung zu räumen, schlug die Stimmung um. Die Polizei spricht von „gezielten, massiven Angriffen auf die Einsatzkräfte“. Angreifer attackierten sie unter anderem mit Flaschenwürfen. Im Verlauf der Randale zerstörten die teilweise vermummten Täter die Schaufenster einiger Geschäfte und verbrannten Reifen und Paletten auf der Straße.

Polizei nimmt neun Randalierer fest

Rund 100 Polizisten waren im Einsatz, um die Blockade der Kreuzung aufzulösen. Dabei wurden vier Beamte verletzt und neun Randalierer festgenommen. Bei zwei der Verhafteten handelt es sich um polizeibekannte Personen, die bereits wegen politisch motivierter Straftaten aufgefallen sind. Im Vorfeld der Ausschreitungen kursierten Aufrufe auf linksradikalen Seiten im Internet, sich gegen den „Rechtsruck“ in Bremen zu versammeln, berichtet die taz. Auf dem linksextremen Szeneportal indymedia bekannten sich nach den Ausschreitungen „Autonome Gruppen“ zu den Angriffen.

Nach der Räumung der Kreuzung wurden im weiteren Verlauf der Nacht im Stadtgebiet mehrere Polizeireviere mit Farbbeuteln und anderen Gegenständen beworfen. Die Sicherheitsbehörden prüfen einen Zusammenhang zwischen den Sachbeschädigungen und den Ausschreitungen. (ag)

Die Polizei geht im Bremer Ostertorviertel gegen die Randalierer vor Foto: picture alliance/Andre van Elten/Nord-West-Media /dpa

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