Ellwangen
Polizeieinsatz in der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge vergangene Woche Foto: picture alliance/ dpa
Verhinderte Abschiebung

Togolese von Ellwangen klagt über Behandlung durch Polizei

ELLWANGEN. Der in Abschiebehaft sitzende Togolese, der in Ellwangen der Grund für massive Ausschreitungen schwarzafrikanischer Asylbewerber gegen die Polizei war, hat sich über seine Behandlung durch die Behörden beklagt. „Er sagt, viele Polizisten hätten ihn in seinem Zimmer überrascht und an Armen und Beinen festgehalten“, teilte sein Verteidiger Engin Sanli laut dpa mit.

Danach hätten ihn die Beamten „zu Boden gebracht und ihm einen Fuß auf den Nacken gestellt“. Zum Gespräch seien sie nicht bereit gewesen. Obwohl die Polizei einräumte, daß sich der Togolese nicht zur Wehr setzte, rechtfertigte sie ihr Vorgehen. „Wir haben die Maßnahmen getroffen, die wir treffen mußten“, sagte ein Sprecher.

„Er hat die Leute nicht dazu aufgerufen“

Nach den Worten seines Anwalts war der abgelehnte Asylbewerber aus Togo verwundert über den Widerstand der rund 200 Asylbewerber aus Schwarzafrika, die vergangene Woche gewaltsam seine Abschiebung verhindert hatten. „Er hat die Leute nicht dazu aufgerufen“, betonte sein Rechtsbeistand.

Gegen seine Abschiebung nach Italien wehrt sich der 23jährige weiterhin juristisch. Das Verwaltungsgericht Stuttgart hatte im November einen Antrag gegen seine Rückführung zurückgewiesen. (tb)

Polizeieinsatz in der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge vergangene Woche Foto: picture alliance/ dpa

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