Nach Ausschreitungen

Polizei geht gegen militante Braunkohle-Gegner im Hambacher Forst vor

HAMBACH. Am Dienstag morgen haben Polizeihundertschaften mit der Durchsuchung des Wiesencamps nahe des Tagebaus Hambacher Forst bei Aachen begonnen. Anlaß für die Durchsuchung sind Angriffe militanter Braunkohle-Gegner, bei denen am Wochenende sieben Polizisten zum Teil schwer verletzt worden waren. Bei dem Einsatz sollen Beweismittel und Gegenstände beschlagnahmt werden, die für weitere Straftaten verwendet werden könnten, begründete das Polizeipräsidium Aachen die Maßnahme.

Bei den Ausschreitungen am Sonntag griffen Vermummte die Polizisten mit Steinen, Böllern und Molotowcocktails an. Bei dem Einsatz wurden mehrere Bombenattrappen sichergestellt.

Seit Jahren halten sich in dem Waldcamp Braunkohle-Gegner auf, um gegen den Tagebau zu protestieren. Das Camp gilt als Symbol des Widerstands gegen den Baunkohle-Abbau durch den Energiekonzern RWE.

Grüne Jugend ruft zu Protesten auf

Unterstützung erhält das Camp unter anderem von den Grünen. Die Bundessprecherin der Grünen Jugend, Ricarda Lang, und weitere Parteimitglieder riefen auf Twitter dazu auf, sich vor Ort an Protesten zu beteiligen.


(ag)

Mitarbeiter des Energiekonzerst RWE können im Hambacher Forst wegen der militanten Braunkohle-Gegner nur unter Polizeischutz arbeiten Foto: picture alliance/Henning Kaiser/dpa

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