Sami A.
Sami A.: Das Abschiebeverbot wurde aufgehoben Foto: Screenshot/WDR
Mutmaßlicher Ex-Leibwächter von Osama bin Laden

Islamismus: Sami A. arbeitete im Sicherheitsgewerbe

ESSEN. Der mutmaßliche Ex-Leibwächter von Osama bin Laden, Sami A., hat für eine deutsche Sicherheitsfirma gearbeitet. Der mittlerweile nach Tunesien abgeschobene Islamist war laut Recherchen der Funke-Mediengruppe ab Ende 2000 zwischenzeitlich bei der Firma Klüh beschäftigt, dem siebtgrößten Sicherheitsdienstleister in Deutschland.

Das Unternehmen bewacht unter anderem Flughäfen und Krankenhäuser. Unmittelbar bevor Sami A. bei der „Klüh Security GmbH“ anfing, war er Ermittlern zufolge in einem terroristischen Ausbildungslager von Al-Kaida in Afghanistan. Später arbeitete er auch als Fahrkartenkontrolleur.

Am 15. August hatte das Oberverwaltungsgericht Münster die Rückholung von Sami A. aus Tunesien angeordnet und damit die Abschiebung als rechtswidrig eingestuft. Sami A. befindet sich in Tunesien derzeit auf freiem Fuß, darf aber das Land nicht verlassen. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hatte zuletzt eine Garantie von den tunesischen Behörden gefordert, daß Sami A. in dem nordafrikanischen Land keine Folter drohe. (tb)

Sami A.: Das Abschiebeverbot wurde aufgehoben Foto: Screenshot/WDR

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