Polizei (Archivbild): Erst ein Großaufgebot der Polizei konnte die Ausschreitungen in der Asylbewerberunterkunft beenden Foto: dpa
Ausschreitung in Flüchtlingsunterkunft

Fürstenfeldbruck: 100 Asylbewerber randalieren und greifen Polizei an

FÜRSTENFELDBRUCK. Während einer Auseinandersetzung in der Flüchtlingsunterkunft in Fürstenfeldbruck sind am Dienstag abend fünf Security-Mitarbeiter verletzt worden. Erst ein Großaufgebot der Polizei konnte die Situation beruhigen, teilt das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mit.

Zunächst hatte es zwischen einer nigerianischen Asylbewerberin und einer Mitarbeiterin des Sicherheitsunternehmens einen Streit gegeben. Während die alarmierten Polizisten den Vorfall aufnahmen, kam es zu einer weiteren Auseinandersetzung zwischen der betroffenen Familie aus Nigeria und Security-Mitarbeitern.

Sachschaden beträgt 10.000 Euro

Als die 22 Jahre alte Afrikanerin wegen ihres aggressiven Verhaltens in Gewahrsam genommen werden sollte, solidarisierten sich rund 100 Asylbewerber mit ihr. Die Menschenmenge griff die Polizei, Rettungskräfte und den Sicherheitsdienst an. Aus Protest gegen das Vorgehen der Beamten lösten Asylbewerber hundertmal den Feueralarm aus.

Mit verstärkten Einsatzkräften, die bis nach Mitternacht in der Unterkunft blieben, konnte die Lage unter Kontrolle gebracht werden. Die Nigerianerin und ihre Familie wurden in das Ankunftszentrum München gebracht.

Bei den Ausschreitungen gingen laut Polizei Fenster und Türen zu Bruch. Der Schaden in der Einrichtung betrage nach Schätzungen 10.000 Euro. Ermittlungen unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Sachbeschädigung und Mißbrauch von Notrufen wurden eingeleitet. (ag)

Polizei (Archivbild): Erst ein Großaufgebot der Polizei konnte die Ausschreitungen in der Asylbewerberunterkunft beenden Foto: dpa

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