Opfer als „Ungläubigen“ beleidigt

Berliner Messerattentat könnte islamistisch motiviert gewesen sein

BERLIN. Ein Messerangriff vom Silvestertag in Berlin hat möglicherweise einen islamistischen Hintergrund. Nach Informationen des Tagesspiegels beleidigte der 23 Jahre alte syrische Täter sein Opfer im U-Bahnhof Bayerischer Platz im Stadtteil Schöneberg bei der Tat als „Ungläubigen“. Zuvor hatte Ahmad Al-H. den 50jährigen gefragt, ob er Türke sei. Nachdem dieser verneinte und sich als Deutscher zu erkennen gab, sei er niedergestochen worden. Er erlitt leichte Verletzungen.

Weitere Personen, die der Syrer daraufhin attackierte, blieben unverletzt, darunter eine Mutter mit Kleinkind. Bei allen Angegriffenen handelt es sich laut der Zeitung um deutsche Staatsbürger ohne Migrationshintergrund. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Die Polizei hatte zunächst von einem „verwirrt wirkenden Mann“ gesprochen. Ahmad Al-H. war polizeibekannt und in der Vergangenheit bereits in Schlägereien verwickelt, berichtet der Tagesspiegel mit Verweis auf die Polizei. (tb)

Polizeiwägen in Berlin-Schöneberg (Symbolbild) Foto: picture alliance/ dpa

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