Geissler
Heiner Geißler (1930 – 2017) Foto: picture alliance/Sven Simon
Früherer CDU-Generalsekretär

Heiner Geißler ist tot

BERLIN Der frühere CDU-Politiker Heiner Geißler ist tot. Er starb nach schwerer Krankheit im Alter von 87 Jahren, bestätigte sein Sohn der Süddeutschen Zeitung. Von 1977 bis 1989 war Geißler Generalsekretär der CDU und galt als konservativer und scharfzüngiger Anti-Linker.

Dies brachte ihm den Ruf ein, er sei „seit Goebbels der schlimmste Hetzer in diesem Land“ (Willy Brandt, 1985). 1989 kam es nach einem gescheiterten Putschversuch auf dem CDU-Parteitag in Bremen zum Bruch mit Parteichef Helmut Kohl. Geißler hatte im Vorfeld unter anderem dafür geworben, die Forderung nach der Wiedervereinigung aus dem Programm der CDU zu streichen und statt dessen die Nachkriegsgrenzen und die DDR anzuerkennen.

In der Folge wandelte sich Geißler immer stärker zum Vertreter des sozialen Flügels. Später machte er mit Forderungen nach einem Abbau der Siegessäule in Berlin Schlagzeilen sowie mit seiner Unterstützung des linken Antiglobalisierungsnetzwerks Attac. Seiner Partei riet er zu einem konsequenten Modernisierungskurs. In der Union gebe es immer noch zu viele konservativ-neoliberale Kräfte, die altmodischen Positionen nachhingen, beklagte er beispielsweise 2012. (krk)

Heiner Geißler (1930 – 2017) Foto: picture alliance/Sven Simon

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