Razzia
Bundespolizei verhaftet Verdächtigen: Schlag gegen afrikanische Kreditkartenbetrüger Foto: Bundespolizei

350.000 Euro Schaden
 

Razzia gegen afrikanische Kreditkartenbetrüger

HAMBURG. Die Bundespolizei ist in drei Bundesländer gegen eine Bande von afrikanischen Kreditkartenbetrügern vorgegangen. Den insgesamt zehn Beschuldigten wird von der Dresdner Staatsanwaltschaft vorgeworfen, mit betrügerisch erlangten Informationen im großen Umfang Online-Tickets der Deutschen Bahn bestellt und weiterverkauft zu haben. Zudem seien Konsumgüter erschlichen worden. Für die Betrügereien habe die Bande vor allem ein Hamburger Internet-Cafe benutzt.

Bei der Razzia wurden fünf Objekte in Hamburg, zwei in Stuttgart und eins in Schleswig-Holstein durchsucht, berichtet die Bild. Der Gesamtschaden betrage mindestens 350.000 Euro. Alleine für die Deutsche Bahn habe sich durch die illegalen Tickets ein Verlust von rund zweihunderttausend Euro ergeben, heißt es in einer Meldung der Bundespolizei. Die fingierten Internetgeschäfte umfassen einen „hohen fünfstelligen Gesamtwert“.

Mehrere Verdächtige stammen laut Bild aus Somalia. Drei Männern sollen als Kopf der Bande agiert haben. Von zwei Haftbefehlen der Staatsanwaltschaft gegen die mutmaßlichen Haupttäter konnte allerdings nur einer vollstreckt werden. Der flüchtige Verdächtige wurde zur Fahndung ausgeschrieben. Insgesamt waren 130 Polizisten an der Razzia beteiligt. Die Anklage wurde „wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs“ erhoben. Damit werde gezeigt, „daß auch das Internet kein rechtsfreier Raum für Betrüger ist“, sagte Polizeioberrat Markus Pau. (FA)

Bundespolizei verhaftet Verdächtigen: Schlag gegen afrikanische Kreditkartenbetrüger Foto: Bundespolizei
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