Bundesagentur für Arbeit: Asylsuchende unterqualifiziert Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress
Bundesagentur für Arbeit

Drei Viertel der Asylsuchenden ohne Berufsausbildung

BERLIN. Das Bildungsniveau von Asylsuchenden in Deutschland liegt unter dem der einheimischen Bevölkerung. Bis Ende Juni dieses Jahres haben sich 297.000 Einwanderer als arbeitssuchend gemeldet. Fast 74 Prozent von ihnen hätten allerdings keine Berufsausbildung, wie die Bundesagentur für Arbeit nach Angaben der Bild-Zeitung feststellte.

Demnach haben lediglich 25,8 Prozent der arbeitssuchenden Einwanderer Abitur. 36,8 Prozent hätten dagegen gar keinen oder einen Hauptschulabschluß. Damit komme für etwa 58 Prozent der Gemeldeten nur eine Hilfsarbeit in Frage. Lediglich vier Prozent seien für Expertentätigkeiten qualifiziert.

44 Prozent als arbeitslos gemeldet

Im Juni waren laut der Agentur 131.000 Asylsuchende als arbeitslos gemeldet, was einer Quote von 44 Prozent entspricht, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Der Forscher vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Herbert Brückner, erläuterte, die Arbeitsmarktintegration bei Asylbewerbern dauere länger als bei anderen Einwanderern. „Aber wir erwarten, daß nach fünf Jahren etwa 50 Prozent von ihnen im Arbeitsmarkt angekommen sind. Nach zehn Jahren sind es 60 Prozent und nach 15 Jahren über 70 Prozent.“

Bereits Anfang Juli hatte eine Umfrage der FAZ ergeben, daß die 30 Dax-Konzerne nur 54 Asylsuchende beschäftigt hätten. Allein 50 davon seien bei der Deutschen Post angestellt. (ls)

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