Schleswig-Holstein

Bordellbesitzer läßt Moscheegemeinde auflaufen

PINNEBERG. Ein Bordellbetreiber im schleswig-holsteinischen Pinneberg hat die Kritik der örtlichen Türkisch-Islamischen Gemeinde an seinem Geschäft zurückgewiesen. Die Gemeinde, deren Moschee gegenüber dem Bordell liegt, hatte sich über angebliche Belästigungen durch nackte Prostituierte beschwert und befürchtet, daß Eltern ihre Kinder nicht mehr in die Gemeinde brächten.

Nun kontert der Besitzer: „Das Gewerbe gab es schon vor Zeiten von Moscheen und Kirchen.“ Im übrigen seien „90 Prozent der Kunden, die zu mir kommen, Türken“, sagte er dem Nachrichtenportal shz.de. Auch eine Belästigung der Kinder sei ausgeschlossen. „Es geht hier erst ab 23 Uhr los. Was haben um diese Uhrzeit Kinder auf der Straße zu suchen?“

Die Moscheegemeinde hatte sich am vergangenen Wochenende bei der Stadt über den Puff beschwert. Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) hatte daraufhin mit dem Vorsteher der Moscheegemeinde telefoniert. Ein Stadtsprecher sagte, es gebe allerdings „keine rechtliche Handhabe gegen das Etablissement, solange dort keine Straftaten wie Zwangsprostitution passieren“. Zudem sei das Gewerbe offiziell angemeldet. (ho)

Bordell (Symbolbild): Besitzer vs. Moscheegemeinde Foto: picture alliance/dpa

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