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Asylbewerber warten auf Einlaß in Asylbehörde Foto: rg
Asylbewerber warten auf Einlaß in Asylbehörde Foto: rg

Zuwanderung
 

Andrang vor Berliner Asylbehörde wächst

BERLIN. Die Bundeshauptstadt bekommt den Zustrom von Asylbewerbern nicht unter Kontrolle. Vor der ersten Anlaufstelle für Asylbewerber in Berlin-Tiergarten spielen sich seit Tagen chaotische Szenen ab. Asylbewerber warten mehrere Tage und campieren unter freiem Himmel.

Am Dienstag früh warteten bereits mehrere Hundert Asylbewerber in Schlangen vor der zuständigen Behörde, dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso). Sie wurden von Behördenchef Franz Allert persönlich begrüßt. In der Vorwoche hatten bei hohen Temperaturen bis zu 1.900 Personen vor dem Senatsgebäude gewartet. Daraufhin war es zu Tumulten und Angriffen auf Wachleute gekommen. Einer der Angreifer war Deutscher. Er gehörte vermutlich zur linken Unterstützerszene der Asylbewerber.

Der Berliner Senat kündigte an, weitere Unterkünfte bereitstellen zu wollen. So wurde am Dienstag bekannt, daß auch das ehemalige Rathaus Wilmersdorf künftig Asylbewerber beherbergen soll. „Wenn es nach uns geht, würden wir da sehr gerne zeitnah eine Unterkunft errichten“, sagte Berlins Sozialsenator Mario Czaja (CDU). Eine andere Maßnahme ist die Eröffnung einer weiteren Notunterkunft in Berlin-Karlshorst, die in der vergangenen Woche eröffnet worden ist.

Franz Allert begrüßt Asylbewerber Foto: rg
Franz Allert begrüßt Asylbewerber Foto: rg

Asylbewerber, die am Wochenende von der Polizei aufgegriffen werden und keine Papiere haben, erhalten von der Polizei einem Bericht der taz zufolge Gutscheine, um in Herbergen die Zeit bis zur Wiedereröffnung der Antragstelle überbrücken zu können. Einem RBB-Bericht zufolge klagen Vermieter allerdings über die schwache Zahlungsmoral des Senats, der 4.000 ausstehende Übernachtungen noch nicht bezahlt habe.

Auch andere Bundesländer können den Zustrom von Asylbewerbern kaum noch bewältigen. Sachsen hat in Leipzig gerade eine neue Erstaufnahmeeinrichtung in Betrieb genommen. Schleswig-Holstein hingegen hat beschlossen, seine provisorische Erstaufnahmeeinrichtung bis September weiter offenhalten zu wollen, weil alle anderen voll sind. (rg)

Asylbewerber warten auf Einlaß in Asylbehörde Foto: rg
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