Gaza
Von der israelischen Armee zerstörtes Gebäude im Gazastreifen Foto: picture alliance/dpa

Nahost-Konflikt
 

Deutschland unterstützt humanitäre Hilfe in Gaza mit 8,5 Millionen Euro

BERLIN. Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat angekündigt, weiter 8,5 Millionen Euro für humanitäre Hilfen in Gaza zur Verfügung zu stellen. Damit erhöhen sich die deutschen Hilfszahlungen seit Beginn der aktuellen Gaza-Krise auf neun Millionen Euro. Mit dem Geld sollen verschiedene Sofortmaßnahmen unterstützt werden, teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch mit.

Hierzu zählten insbesondere Maßnahmen des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge (UNRWA). Auch Nichtregierungsorganisationen, die sich um die Ernährung der Menschen im Gaza-Streifen sowie um deren Gesundheitsversorgung kümmern, sollen unterstützt werden.

„Die Eskalation der Gewalt in Gaza führt erneut zu Flucht und Leid vieler Menschen“, kritisierte Steinmeier. Wie so häufig, seien vor allem jene am stärksten betroffen, die ohnehin schon in schwierigen Notlagen lebten. „Diese Menschen dürfen wir in der gegenwärtigen Krise nicht vergessen.“

Amerika liefert neue Munition an Israel

Unterdessen erhält Israel von den Vereinigten Staaten von Amerika neue Granatwerfer sowie Munition für seine Streitkräfte. Das amerikanische Verteidigungsministerium habe damit einer Anfrage Israels vom 20. Juli entsprochen, hieß es in einer Meldung von ABC News. Verteidigungsminister Chuck Hagel habe der Lieferung im Wert von einer Milliarde Dollar zugestimmt, sagte Pentagonsprecher John Kirby.

Amerika garantiere die Sicherheit Israels, betonte Kirby. Es sei für die nationalen Interessen der Vereinigten Staaten entscheidend, Israel zu einer starken Selbstverteidigung zu verhelfen. Die Munition stammt teilweise aus Lagern der amerikanischen Armee in Israel und steht dem israelischen Militär in Verteidigungsfällen zur Verfügung. Die Haltbarkeit der eingelagerten Munition sei aber bereits ihrem Ende entgegengegangen und hätte ohnehin ausgetauscht werden müssen. Ihr Verkauf sei daher eher eine Frage der Bequemlichkeit gewesen. (krk)

Von der israelischen Armee zerstörtes Gebäude im Gazastreifen Foto: picture alliance/dpa
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