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Anwohnerbeschwerden
 

Stahlknecht gegen „Ghettoisierung“ von Asylbewerbern

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Holger Stahlknecht: Deutsche müssen offener werden Foto: Wikimedia/Sven Teschke Lizenz: bit.ly/bvueNy

MAGDEBURG. Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) stört sich am Umgang mit Asylbewerbern in Deutschland. Anstatt Asylanten in Wohnheimen unterzubringen, wie dies gerade in Vockerode im Landkreis Wittenberg passiere, müßten den Antragsstellern durch die Landkreise eigene Wohnungen zur Verfügung gestellt werden, forderte Stahlknecht gegenüber dem MDR.

Ziel müsse es sein, Ausländer in Deutschland zu integrieren. Für dieses Anliegen und eine bessere „Willkommenskultur“ sollten die Deutschen „ihre Herzen öffnen“. Er begründete seine Forderung mit dem christlichen Menschenbild und der gebotenen Humanität.

Hintergrund sind Beschwerden der Vockeroder Bevölkerung, die sich vor allem mit der großen Zahl männlicher Asylbewerber überfordert sieht. So beschwerten sich die Anwohner über zunehmende Müllberge und Belästigungen. Stahlknecht sprach sich dagegen für mehr „Offenheit“ aus. Insgesamt sollen in der 1.600-Einwohner-Gemeinde knapp 170 Asylsuchende untergebracht werden. (ho)

In ihrer aktuellen Ausgabe (5/13) beschäftigt sich die JUNGE FREIHEIT in einem Schwerpunkt mit den ansteigenden Asylzahlen.

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