Peinlicher Facebook-Eintrag
 

Roth entschuldigt sich für Fukushima-Äußerungen

BERLIN. Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth hat sich für ihre Äußerungen zum Reaktorunfall im japanischen Fukushima 2011 entschuldigt. „Es tut uns leid, daß wir aufgrund der Knappheit des Textes leider den Eindruck erweckt haben, als wären die insgesamt rund 16.000 Tote in Folge des Reaktorunfalls in Fukushima gestorben“, schrieb das „Team Roth“ auf Facebook.

Die Grünen-Chefin hatte in dem sozialen Netzwerk am Montag angedeutet, die Opfer des Tsunamis, der vor zwei Jahren teile der japanischen Küste verwüstete, seien auf die „Atomkatastrophe“ von Fukushima zurückzuführen. Tatsächlich war nicht ein Japaner der Strahlung erlegen. „Die Katastrophe von Fukushima hat uns einmal mehr gezeigt, wie unkontrollierbar und tödlich die Hochrisikotechnologie Atom ist“, schrieb Roth. Aus diesem Grund müsse der Atomausstieg weltweit vorangetrieben werden.

Auch ARD blamiert sich

Nach Roths Äußerungen hatten sich tausende Facebook-Nutzer über die Politikerin empört. Sie warfen ihr unter anderem vor, die Toten für ihre politischen Zwecke zu mißbrauchen und forderten eine Entschuldigung. Nicht nur die Grünen-Chefin hatte am Montag die Behauptung aufgestellt, das Kernkraftwerk in Fukushima sei für die vielen Toten verantwortlich.

Auch in der ARD-Tagesschau wurde dieser Eindruck vermittelt. Dort hieß es: „Ein Erdbeben der Stärke neun hatte damals den Nordosten des Landes erschüttert und eine bis zu 20 Meter hohe Tsunamiwelle ausgelöst. In der Folge kam es zu einem Reaktorunfall im Kernkraftwerk Fukushima. Dabei kamen ungefähr 16.000 Menschen ums Leben.“ (ho)

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