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Islamismus
 

Mordanschlag auf Pro-NRW-Chef nur knapp verhindert

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Markus Beisicht (mitte): Antiterroreinheit verhindert Mordversuch Foto: JF

LEVERKUSEN. Antiterroreinheiten haben am Dienstagabend ein Attentat auf den Chef der Bürgerbewegung Pro NRW, Markus Beisicht, verhindert. Die Sicherheitskräfte nahmen zwei bewaffnete Islamisten fest, die sich bereits auf den Weg zur Wohnung des Politikers befanden. Im Gepäck der mutmaßlichen Täter wurden scharfe Waffen und Sprengstoff gefunden, berichtet der Focus.

Insgesamt wurden vier Personen festgenommen. Die Männer, darunter zwei Konvertiten aus dem Ruhrgebiet, hatten die Wohnung des Pro-NRW-Vorsitzenden gezielt ausgespäht. Durch eine Abhöraktion der Sicherheitsbehörden, die den Wagen eines mutmaßlichen Täters verwanzt hatten, flogen die Attentäter schließlich auf.

Beisicht wurde gezielt ausgespäht

Beisicht zeigte sich geschockt von der Nachricht. „Sie wollten meine ganze Familie auslöschen“, sagte er der JUNGEN FREIHEIT. Es sei alles noch viel schlimmer als er sich das jemals habe vorstellen können. Gegen den Politiker gab es bereits in der Vergangenheit immer wieder Drohungen von Islamisten und Linksextremisten, die auch seine Privatadresse veröffentlichten.

Der Pro-Chef steht deswegen schon seit einiger Zeit unter Polizeischutz. So wurde etwa seine Wohnung von der örtlichen Polizei verstärkt überwacht. „Ich wurde offenbar über Wochen ganz gezielt ausgespäht“, sagte Beisicht, der am Mittwochmorgen von dem gescheiterten Mordversuch erfuhr, mit Blick auf die Festnahme. Auf einer Todesliste sollen sich demnach noch Namen weiterer Politiker der Bürgerbewegung befunden haben. Das Innenministerium ordnete mittlerweile Personenschutz für ihn an. Die Bundesanwaltschaft prüft eine Übernahme der Ermittlungen.

Die Hausdurchsuchungen bei Salafisten in Deutschland stehen offenbar in keinem Zusammenhang zum Anschlagsversuch. Für deutschlandweites Aufsehen hatte jedoch die versuchte Stürmung einer Pro-NRW-Kundgebung durch Salafisten im Mai vergangenen Jahres gesorgt. Dabei waren 29 Polizisten verletzt worden. Zwei von ihnen durch Messerstiche. (ho)

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