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Bundestagswahl
 

AfD-Chef Lucke: Keine Koalitionsangebote an Union und FDP

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AfD-Chef Bernd Lucke sieht derzeit keine Grundlage für eine Koalition mit Union und FDP Foto: JF

BERLIN. Der Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, hat der Behauptung widersprochen, seine Partei sei nach der Bundestagswahl zu einer Koalition mit der Union und der FDP bereit. „Es gibt von uns keinerlei Koalitionsangebote“, teilte Lucke am Sonntag mit.

Verhandlungen seien nur denkbar, wenn die etablierten Parteien nach der Wahl ihre Haltung in der Euro-Rettungspolitik vollständig änderten und sich der Position der AfD anschlössen. Drauf deute laut Lucke derzeit allerdings nichts hin.

Merkel warnt vor Anti-Euro-Kurs der AfD

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erteilte einer Koalition mit der AfD unterdessen eine Absage: „Die Frage stellt sich nicht“, sagte sie der Bild am Sonntag. Gleichzeitig warnte sie vor dem politischen Kurs der Partei. „Die meisten Bürger wissen: Der Euro ist gut und sichert Arbeitsplätze für Deutschland.“ Umfragen zeigten zudem, daß sich immer weniger Deutsche die D-Mark zurückwünschten.

Lucke hatte zuvor gegenüber dem Focus gesagt, die AfD sei grundsätzlich nur zu Koalitionsgesprächen mit Parteien bereit, die sich grundlegend von der aktuellen Euro-Rettungspolitik abwendeten. In der Vergangenheit hätten allerdings bestimmte Parteiführungen schon eine ganze Reihe überraschender Kehrtwenden vollzogen.

„Denken Sie nur daran, was die CDU in der vergangenen Wahlperiode alles über Bord geworfen hat: Wehrpflicht, Kernkraft, kein Mindestlohn, keine Haftung für fremde Schulden. Im letzten Punkt müßte die CDU nur zu dem zurückkehren, was sie 2009 noch versprochen hat, dann wären wir schon mal einen Schritt weiter.“ (krk)

> JF-Dossier zur Alternative für Deutschland (AfD)

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