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Islamismus
 

Wendung im Fall des Frankfurter Flughafenattentäters

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Flughafen Frankfurt:Urteil verschoben Foto: Wikimedia/rupp.de https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

FRANKFURT/MAIN. Im Fall des islamistischen Attentäters Arid U., der im März 2011 auf dem Gelände des Frankfurter Flughafen zwei amerikanische Soldaten erschossen hatte, haben sich neue Erkenntnisse ergeben. Der für Donnerstag geplante Urteilsspruch wurde aufgrund eines neuen Zeugen, der den Angeklagten schwer belastet, auf unbestimmte Zeit verschoben, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

Der Journalist und ehemalige Berufssoldat behauptet, daß sich der Täter 2010 mehrere Wochen lang zur militärischen Ausbildung in einem Terrorlager in Bosnien aufgehalten haben soll. Damit widerspricht er der Verteidigung, die auf eine spontane Kurzschlusshandlung plädierten und mildernde Umstände geltend machten. Zurzeit herrscht noch Uneinigkeit über die Glaubwürdigkeit des Zeugen. Polizeiquellen zufolge widersprächen einige Aussagen bereits gesicherten Erkenntnissen.

Der Kosovo-Albaner Arid U. hatte Anfang März 2011, nach eigener Aussage aufgewühlt durch ein Internetvideo, das amerikanische Soldaten bei der Vergewaltigung einer afghanischen Zivilistin zeigte, am Frankfurter Flughafen das Feuer auf eine Gruppe amerikanischer Soldaten eröffnet. Zwei Menschen starben, zwei weitere wurden zum Teil schwer verletzt. (CVM)

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