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Integration
 

Böhmer fordert mehr Wertschätzung für Einwanderer

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Die CDU-Politikerin Maria Böhmer fordert mehr Wertschätzung für Einwanderer Foto: Wikimedia/Laurence Chaperon Lizenz: https://bit.ly/iCOcyn

BERLIN. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), hat die Deutschen dazu aufgerufen, sich stärker gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu engagieren. Zwanzig Jahre nach den Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen komme es nicht nur auf den Staat, sondern auch auf den Einsatz eines jeden Einzelnen an, daß sich ein solches Ereignis nicht nochmals wiederhole, sagte Böhmer.

„Die menschenverachtenden Ausschreitungen von Lichtenhagen sind uns eine deutliche Mahnung: Gegen Haß, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit muß konsequent vorgegangen werden.“ Die Einwanderer hierzulande müßten sich auf das Funktionieren des Rechtsstaates verlassen können. Dies sei gerade auch „vor dem Hintergrund der beispiellosen Verbrechen der rechtsextremistischen Terrorgruppe ‘Nationalsozialistischer Untergrund’ von zentraler Bedeutung“, betonte die Staatsministerin. Die Sicherheitsbehörden seien daher in der Pflicht, das Vertrauen der Einwanderer zurückzugewinnen.

Ausbau eines „Wir-Gefühls in Deutschland“

Gefordert sei aber auch jeder Einzelne. Intoleranz und Rassismus äußerten sich keineswegs nur in Gewalt. „Gefährlich sind auch Vorurteile und dumpfe Parolen, die ein Klima der Verachtung von Minderheiten erzeugen. Um so wichtiger sei es, stets wachsam zu sein und rechtsextremistisches Gedankengut im Keim zu ersticken, warnte Böhmer.

„Notwendig ist ein gesellschaftliches Klima, das Menschen aus Zuwandererfamilien als Bereicherung, und nicht als Belastung ansieht.“ Die Einwanderer bräuchten ein deutliches Zeichen des Willkommens und der Wertschätzung. Und die wachsende Vielfalt in Deutschland müsse als Normalität vermittelt werden.

„Die Botschaft lautet: Deutschland ist die Heimat von allen bei uns lebenden Menschen – unabhängig von ihrer Herkunft“, erläuterte die CDU-Politikern. Fremdenfeindlichkeit und Gewalt dürften keinen Platz haben. „Hierfür stehen beispielsweise unzählige Gelegenheiten, bei denen Tausende friedlich gegen Rechts demonstriert haben.“ Dies solle Ansporn sein, den Ausbau eines „Wir-Gefühls in Deutschland“ mit ganzer Kraft voranzubringen. (krk)

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