AFD Sachsen Wir Frauen brauchen keine Quote!
4985398611_cf4d85a1af_b

Afghanistan
 

Afghanistan: CDU-Abgeordneter Börnsen kritisiert Merkels Abzugsplan

4985398611_cf4d85a1af_b
Bundeswehrsoldaten in Afghanistan: Auch in der CDU streitet man um Abzugspläne Foto: Bundeswehr-Fotos mit CC-Lizenz https://tinyurl.com/nodu4

BERLIN. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Börnsen hat sich gegen eine Weiterführung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr ausgesprochen. „Ein Abzug ist auch vor dem Jahr 2014 möglich“, sagte er der taz und widersprach damit Bundeskanzlerin und Parteichefin Angela Merkel, die bei einem Truppenbesuch am Montag den Zeitplan für die Beendigung des Einsatzes in Frage stellte.

Das Engagement der Bundeswehr in Afghanistan nannte Börnsen einen „Fehler“: „Es wird keine Befriedung des Landes erreicht werden.“ Es könne lediglich Ziel sein, „den Abzug möglichst rücksichtsvoll gegenüber der Bevölkerung, den Soldaten und den zivilen Helfern über die Bühne zu bringen“. Wenn andere Nato-Partner über einen früheren Abzug nachdenken, sollte Deutschland das auch tun.

Karzai strebt Einigung mit der Taliban an

Für Aufsehen sorgte in den letzten Tagen eine Veröffentlichung des afghanischen Präsident Hamid Karzai. In dieser bekannte sich der von der Nato gestützte Staatschef zur Scharia als Grundlage der Gesetzgebung. Ausdrücklich wurde dabei die Unterordnung der Frau genannt. „Die Frau hat sich den Geboten der Scharia komplett zu unterwerfen“, zitiert  die Bild-Zeitung. Eine Frau dürfe nur dann „geärgert, belästigt oder geschlagen“ werden, wenn dies auf islamischen Recht beruhe.

Beobachter nennen die Erklärung ein Zugeständnis an die Taliban, mit denen sich Karzai nach Abzug der Nato-Truppen arrangieren muß. Die Durchsetzung von Frauenrechten galt offiziell als einer der Hauptgründe für ein deutsches Engagement im Afghanistankrieg. (FA)

Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles