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Wieder Angriffe auf NPD-Politiker in Berlin

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Uwe Meenen: Der Berliner NPD-Chef wurde von vermutlich linksextremen Tätern zusammengeschlagen Foto: NPD

BERLIN. Vermutlich Linksextremisten haben am Wochenende in Berlin mehrere NPD-Politiker angegriffen und verletzt. Am Sonnabend mittag traf es den Berliner Landesvorsitzenden der Partei, Uwe Meenen. Laut Polizeiangaben griffen fünf Vermummte, darunter eine Frau, Meenen zielgerichtet im Stadtteil Prenzlauer Berg an. Der NPD-Politiker erhielt von hinten einen Schlag ins Genick.

Nachdem er zu Boden gegangen war, traten die Täter auf ihn ein, besprühten ihn mit Reizgas und raubten ein Buch. Die Angreifer konnten unerkannt entkommen. Meenen erlitt Prellungen, Blutergüsse und Hautabschürfungen und mußte im Krankenhaus ambulant behandelt werden.

Wenige Stunden zuvor hatten ebenfalls fünf bis sechs vermummte Täter den NPD-Kandidaten für das Berliner Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlung in Neukölln, Sebastian Thom, angegriffen und verletzt. Der 24jährige war gegen 10.30 Uhr im Stadtteil Neukölln beim Verteilen von Wahlkampfmaterial, als die mutmaßlichen Linksextremisten unvermittelt auf ihn einprügelten und -traten. Thom erlitt Prellungen und Schürfwunden.

Linksextremisten veröffentlichen Fotos von NPD-Mitgliedern

Am Freitag war ein 56 Jahre alter Wahlhelfer der NPD in Schönemann beim Sammeln der Unterstützungsunterschriften von einem Unbekannten zuerst beleidigt worden. Anschließend entriß ihm der Mann die Liste mit Unterschriften und flüchtete. In allen Fällen hat der Polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Erst in der vergangenen Woche hatten mehrere Unbekannte den NPD-Politiker Jan Sturm niedergeschlagen und verletzt.

NPD-Landeschef Meenen beklagte in einer Mitteilung, von einer freien Wahl könne bereits jetzt nicht mehr gesprochen werden, da seine Partei massiv daran gehindert werde, die notwenigen Unterschriften für den Wahlantritt zu sammeln. Er forderte angesichts der Gewalt, auf ein solch „undemokratisches Mittel der Oppositionsbehinderung“ zu verzichten und kündigte an, bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) unabhängige Beobachter für den Wahltag am 18. September anzufordern.

Die Angriffe könnten im Zusammenhang mit einer von der linksextremen Antifa im Internet erstellten Liste stehen, auf der nahezu sämtliche Teilnehmer einer NPD-Demonstration in Berlin anläßlich des Jahrestags des Volksaufstands am 17. Juni 1953 namentlich mit Fotos abgebildet sind. Auf der Liste finden sich auch die beiden angegriffenen Jan Sturm und Sebastian Thom. (krk)

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