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U-Bahn-Schläger ziehen Rassismusvorwurf zurück

schlaegerneger
Der 17jährige Kenianer bei der Verfolgung des Opfers Foto: Youtube

BERLIN. Die vier Ausländer, die am vergangenen Wochenende einen 30 Jahre alten Deutschen ins Koma prügelten, haben ihre „Rassismusvorwürfe“ zurückgezogen. Die aus dem Irak, Kosovo, Albanien und Kenia stammenden Täter behaupteten in ersten Vernehmungen, der Malergeselle hätte sie mit rassistischen Äußerungen und „Sieg-Heil“-Rufen provoziert.

Die Staatsanwaltschaft wies die Vorwürfe als „Schutzbehauptungen“ zurück. Zeugen hätten Derartiges nicht bestätigt. Gegen die jungen Männer wurde am Mittwoch Haftbefehl wegen versuchten Raubmordes und gefährlicher Körperverletzung erlassen. Sie haben die Tat inzwischen gestanden. Ihnen droht im Maximalfall eine zehnjährige Jugendstrafe.

Mehr Präventionsarbeit gefordert

Die Präventionsbeauftragte der Berliner Polizei, Susanne Bauer, kritisierte, daß der Eindruck entstanden wäre, die Gewaltkriminalität hätte in den vergangenen Jahren zugenommen. „Das Gegenteil ist der Fall.“ Bei Gewaltverbrechen sei der Trend stark rückläufig.

Dies führt Bauer nach Angaben der Berliner Zeitung auch auf die Präventionsarbeit der Polizei zurück. Im vergangenen Jahr hätten die Beamten mehr als 2000 Veranstaltungen an Schulen durchgeführt, in denen die Schüler über Rollenspiele lernen sollen, Gewalt zu vermeiden. Zwei der Täter hatten zwischen 2007 und 2009 an einem solchen Anti-Gewalt-Projekt teilgenommen.

Hauptursache der Gewalt sei häusliche Gewalt, sagte die Präventionsbeauftragte weiter. Das betreffe vor allem jugendliche Migranten, die aus Kriegsgebieten stammen. Eine Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) betonte am Mittwoch: „Der öffentliche Personennahverkehr ist sicher.“ (ho)

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