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„Graue Wölfe“
 

Scharfe Kritik an türkischem Kulturzentrum

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Logo der Grauen Wölfe Foto: Wikipedia

FRANKFURT/MAIN. Ein geplantes Kulturzentrum der „Grauen Wölfe“ in Frankfurt sorgt weiter für scharfe Kritik. Der integrationspolitische Sprecher der Frankfurter CDU-Fraktion, Thomas Kirchner, forderte eine Null-Toleranz Politik gegenüber der extrem nationalistischen türkischen Gruppierung.

„Die Grauen Wölfe sind eine ultranationalistische Organisation, die aufgrund ihrer feindlichen Haltung gegenüber Griechen, Kurden, Armeniern sowie Amerikanern und Juden nicht zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung passen“, sagte Kirchner am Dienstag.

Die Anhänger der Grauen Wölfe gingen von einer Überlegenheit der türkischen Rasse aus, warnte der CDU-Politiker. Der „türkisch-nationalistische Extremismus und der militante Islamismus sind zwei Seiten derselben Medaille“. Es bestehe die Gefahr, daß sich vor Ort eine verfassungsfeindliche Szene etabliere. Die Junge Union Hessens forderte die Stadtverwaltung auf, die Eröffnung des Zentrums mit allen Mitteln zu verhindern.

Stadt sieht keinen Handlungsbedarf

Seit 2009 werden die türkischen Nationalisten in Hessen vom Verfassungsschutz beobachtet. Im aktuellen Verfassungsschutzbericht heißt es, die Gruppe verfolge Ziele, die sich gegen die Völkerverständigung richten. Dabei seien Mitglieder der Grauen Wölfe auch immer wieder in Straftaten verwickelt.

Ein Sprecher der Stadt sagte der JUNGEN FREIHEIT, es bestehe dennoch „kein Grund zur Panik“. Die Grauen Wölfe seien seit einiger Zeit in Hessen aktiv, hätten ihre Anhängerzahl in den vergangenen Jahren jedoch nicht signifikant steigern können. Derzeit verfüge die Vereinigung über etwa 1.000 Mitglieder. Zudem hätte die Stadtverwaltung auch keine Möglichkeiten, den Bau und die Eröffnung zu verhindern.

Die Frankfurter Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) sagte, die Grauen Wölfe würden „bisweilen eine Ideologie mit antisemitischen beziehungsweise rassistischen Untertönen“ vertreten. Dennoch biete eine Konfrontation wenig Aussicht auf Erfolg. Um die Radikalisierung der Türken in Deutschland zu verhindern, müsse sich die Gesellschaft vielmehr gegen die „gefühlte Ausgrenzung und die Erfolglosigkeit“ engagieren. (ho)

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