Markus Krall Freiheit oder Untergang
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Brandenburg
 

Regenbogenflagge in Guben unerwünscht

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Regenbogenflagge: Das Symbol der Homosexuellen ist in Guben nicht erwünscht Foto: Flickr/Kevin Wong

GUBEN. Gubens Bürgermeister, Klaus-Dieter Hübner (FDP), hat seine Weigerung, anläßlich einer Homosexuellen-Veranstaltung auf dem Rathaus die Regenbogenflagge zu hissen, verteidigt. Eine Botschaft werde nicht allein durch eine Fahne getragen. Ein gewünschter Infostand werde jedoch genehmigt sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung der Märkischen Oderzeitung

Hintergrund ist die für Anfang September geplante „LesBiSchwulen-Tour“ der brandenburgischen Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule Belange. Diese soll entlang der deutsch-polnischen Grenze auf die Lebenssituation von Homosexuellen aufmerksam machen. Andere Städte wie Frankfurt (Oder) und Eisenhüttenstadt wollen während der Veranstaltung die Regenbogenflagge hissen.

Widerstand auch in Wriezen

Hübner sei nicht bereit, sich der Realität in seiner Stadt zu stellen, kritisierte der Leiter der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule Belange, Lars Bergmann.

Die Stadtverwaltung wies die Vorwürfe gegenüber der JUNGEN FREIHEIT zurück und betonte, ein Infostand, der Menschen Hilfe biete, sei sinnvoller. 

Unterdessen regt sich auch im Stadtparlament von Wriezen Protest gegen das Hissen der Regenbogenflagge. „Da kann ja jeder kommen und eine Flagge vor dem Rathaus aufhängen wollen“, monierte der FDP-Fraktionsvorsitzende, Werner Selle. (sf)

> Magdeburger Oberbürgermeister lehnt Schirmherrschaft für Schwulenparade ab

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