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Rundfunkgebühren
 

Öffentlich-rechtliche Medien fordern 1,47 Milliarden mehr

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Figuren auf Euro-Banknoten: Die deutschen öffentlich-rechtlichen Medien sind die teuersten der Welt Foto: Pixelio/Ernst Rose

BERLIN. Die öffentlich-rechtliche Medien haben für die Jahre 2013 bis 2016 einen erheblich gestiegenen Finanzierungsbedarf angemeldet. Alleine die ARD verlangt für diesen Zeitraum 900 Millionen Euro mehr, gefolgt vom ZDF mit 429 Millionen Euro. Zusammen mit dem Deutschlandfunk und dem Sender Arte kommen die mit Zwangsgebühren finanzierten Medien auf einen Mehrbedarf von 1,47 Milliarden Euro.

Dies würde einer Erhebung der Abgaben von derzeit 17,98 Euro pro Haushalt und Monat um 88 Cent bedeuten, berichtet die Zeit. Die ARD-Vorsitzende Monika Piel verteidigte ihren Finanzplan. Angesichts der zu erwartenden Inflation stelle man sich sogar „auf ein reales Minus ein“, sagte sie der Zeitung. Auch ihr ZDF-Kollege Markus Schächter sprach von einer faktischen „Reduzierung der Substanz“.

Derzeit erhält die ARD im Jahr 5,5 Milliarden Euro. Das ZDF bekam dieses Jahr 1,82 Milliarden Euro. Laut einem Bericht der Bild-Zeitung sind damit die deutschen öffentlich-rechtlichen Medien die teuersten der Welt. In Großbritannien zahlt man derzeit für das öffentlich-rechtliches Fernsehen monatlich 12,98 Euro, in Frankreich 9,66 Euro und in Italien nur 9,08 Euro an Gebühren. In vielen Ländern gibt es keine öffentlich-rechtliche Medien. (FA)

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