Langen Müller Josef Kraus Der deutsche Untertan
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Meinungsfreiheit
 

Martin van Creveld weist Vorwürfe zurück

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Martin van Creveld im Britischen Unterhaus 2008: Foto: Antidotto/wikipedia.de

TRIER. Der israelische Militärhistoriker Martin van Creveld hat die von linken Gruppen der Universität Trier gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Frauenfeindlichkeit, des Militarismus und des Anti-Israelismus als puren Unsinn zurückgewiesen. „Ich weiß nicht, was mit Anti-Israelismus genau gemeint sein soll. Was den Rest der Anschuldigungen betrifft, so denke ich, daß meine 22 Bücher, unzählige Artikel sowie Fernsehbeiträge zeigen, daß ich weiß, wovon ich spreche“, sagte van Creveld der JUNGEN FREIHEIT.

Der 65jährige hatte am 17. Oktober einen Vortrag über das Thema „Männer, Frauen, Kriegsspiele und Kultur“ gehalten. Darin hatte er unter anderem davon gesprochen, daß viele Frauen es genießen würden, Männern dabei zuzusehen, „wie sie sich gegenseitig abschlachten.“ Seine Zuspitzungen hatten linke Gruppen auf den Plan gerufen. In einem offenen Brief hatten neben dem AStA Vertreter von GEW, DGB, Grünen, Jusos und Linkspartei den Gastprofessor am Historisch-Kulturwissenschaftlichen Forschungszentrum (HKFZ) der Universität Trier angegriffen. „Anstatt mich direkt mit den Vorwürfen zu konfrontieren, haben sich linke Organisationen zu Wort gemeldet, deren Vertreter bei der Vorlesung nicht anwesend waren“, kommentierte van Creveld den offenen Brief.

„Die meisten Akademiker sind Feiglinge“

Die Universitätsleitung hatte daraufhin ihren Vertrag mit van Creveld aufgelöst und alle mit ihm geplanten Vorträge abgesagt. Unmittelbar nach den linken Protesten hatte sie den Militärhistoriker noch als „Koryphäe“ bezeichnet.

Das Einknicken der Universität Trier vor der Kampagne linker Gruppen halte er für „feige“. „Die meisten Akademiker sind Feiglinge“, zitierte der Professor der Hebräischen Universität Jerusalem den französischen Aufklärer Voltaire. Über die Jahre hinweg hätten sich bereits zahlreiche Kollegen bei ihm über die immer stärkeren Einschnitte in der Meinungsfreiheit in Deutschland beklagt. „Jetzt verstehe ich, was sie meinten“, sagte van Creveld der JF (ro/cs).

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