Joachim Kuhs
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Benedikt XVI.
 

Kritik an Boykottaufruf gegen Papstrede

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Der Abgeordnete und Staatssekretär Thomas Rachel (CDU/CSU) Foto: privat

BERLIN. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel hat der SPD „kirchen- und christentumsfeindliche Tendenzen“ vorgeworfen. Rachel, der auch Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises in der Union ist, sagte mit Blick auf den Boykottaufruf des SPD-Abgeordneten Rolf Schwanitz gegen die geplante Papstrede im September vor dem Bundestag: „Es ist eine Schande, wenn in den Reihen der SPD eine solche Debatte überhaupt möglich ist.“

Die Angriffe gegen das Oberhaupt der katholischen Kirche seien unflätig und unsachlich, so Rachel weiter. Schwanitz’ Unterstellungen, der Papst sei mitschuldig an „Unterdrückung, Ausbeutung und Stigmatisierung von Millionen Menschen“ sei ehrenrührig und niederträchtig. Vor Rachel hatte sich bereits auch schon der CSU-Abgeordnete Johannes Singhammer kritisch zu Schwanitz’ Boykottaufruf geäußert. Dessen Vorstoß sei „von Intoleranz geprägt“.

Schwanitz, der Vorsitzender der „Laizisten in der SPD“ ist, bekommt nicht nur aus der Union, sondern auch aus den eigenen Reihen Gegenwind: Während der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel erklärte, er freue sich auf die Rede, riet der stellvertretende Bundestagspräsident und gläubige Katholik Wolfgang Thierse, die Äußerungen seines Parteifreundes nicht überzubewerten. „So wichtig ist Herr Schwanitz nicht“, sagte er gegenüber domradio.de. (rg)

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