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Euro-Krise
 

Euro-Krise: Barroso ruft Deutsche zur Solidarität auf

BERLIN. Der Kommissionspräsident der Europäischen Union (EU), José Manuel Barroso, hat die deutschen Steuerzahler zur Solidarität mit verschuldeten Euro-Ländern aufgefordert. Deutschland profitiere als größte Volkswirtschaft Europas  am meisten vom Euro.

Deshalb sei es im deutschen Interesse, alles zu tun, was nötig ist, um den Euro zu stabilisieren, sagte Barroso der Bild-Zeitung. „Auch wenn die Hilfen für andere Euro-Staaten Solidarität von den deutschen Steuerzahlern erfordert, am Ende ist es gut für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland.“ 

„Deutsche müssen aus eigenem Interesse Solidarität üben“

Er verstehe die Sorgen der deutschen Steuerzahler sehr gut, räumte Barroso ein, aber Deutschland habe durch die Kredite und Garantien bisher noch kein Geld verloren.

Auf die Frage, warum er nicht eingestehe, daß das Versprechen der Euro-Einführung – nachdem kein Land für die Schulden eines anderen aufkommen müsse – nicht gehalten werden könne, antworte Barrosso: „Nochmals: Ja, es kann sein, daß die Deutschen als größte Wirtschaft Europas auch im eigenen Interesse für den Erhalt des Euro, unserer Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze Solidarität üben müssen. Aber diese sind verkraftbar im Vergleich zu dem, was uns blühen würde, wenn der Euro auseinanderbricht.“ (krk)

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