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Integration
 

Böhmer fordert mehr Ausbildungsplätze für Einwanderer

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Junge Türken in Deutschland: Wichtiges Zukunftspotential Foto: Flickr/arne.list mit CC-Lizenz https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

BERLIN. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), hat die Arbeitgeber aufgefordert, mehr Jugendliche ausländischer Herkunft einzustellen. Diese verfügten über Qualifikationen und kulturelle Erfahrungen, die künftig immer wichtiger würden, sagte Böhmer.

Angesichts des demographischen Wandels sollten Betriebe verstärkt auf die „Potentiale der Migranten“ setzen, mahnte die CDU-Politikerin. Damit sicherten die Unternehmen auch ihren Fachkräftenachwuchs und „leisten zugleich einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt in unserem Land“.

Böhmer berief sich dabei auf die Ausbildungs-Bilanz der vergangenen Jahre. Demnach hätten junge Zuwanderer bei der Bildung gegenüber ihren deutschen Altersgenossen an Boden gutgemacht. „Die neue Schwerpunktsetzung, verstärkt Jugendliche aus Zuwandererfamilien in den Blick zu nehmen, hat sich bewährt.“ Gerade weil Zuwanderer die Schulen noch immer doppelt so häufig ohne Schulabschluß verließen, müßten die Schritte zu ihrer Förderung weiterverfolgt werden, forderte die Integrationsbeauftragte.

Koalition senkt Einwanderungshürden

Unterdessen einigten sich die Regierungsparteien am Montag auf die Einführung einer „Blue Card“, mit der Hochqualifizierte Ausländer ins Land gelockt werden sollen. Der Integrationspolitische Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Michael Frieser, betonte, damit werde eine unerwünschte Einwanderung in die Sozialsysteme unterbunden. Den Plänen zufolge soll die Niederlassungserlaubnis in den ersten drei Jahren unverzüglich erlöschen, wenn die Karteninhaber auf Sozialgelder angewiesen seien.

Zugleich einigte sich die schwarz-gelbe Koalition auf die Senkung der Zuwanderungshürden. Mußten hochqualifizierte Ausländer bisher ein Mindesteinkommen von 66.000 Euro im Jahr vorweisen, um dauerhaft in Deutschland zu leben, sollen es künftig nur noch 48.000 Euro sein (ho)

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