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Politische Korrektheit
 

Linkspartei will „Rasse“ aus Gesetzestexten streichen

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Familie in Namibia: Schwarzafrikaner oder Menschen einer bestimmten „ethnischen, sozialen und territorialen Herkunft“? Foto: Pixelio/Dieter Schütz

BERLIN. Die Linkspartei hat gefordert, den Begriff der Rasse in Gesetzestexten durch die Formulierung „ethnische, soziale und territoriale Herkunft“ zu ersetzen. Auch müsse sich Deutschland bei Ausarbeitung bilateraler Verträge dafür einsetzen, daß nicht mehr von Rassen gesprochen werde, wird in einem Antrag verlangt.

„Der Begriff der ‘Rasse’ ist wissenschaftlich widerlegt sowie historisch und ideologisch extrem belastet“, heißt es zur Begründung. „Für die modernen Anthropologinnen/Anthropologen, Biologinnen/Biologen und Genetikerinnen/Genetiker ist der Rassebegriff kein wissenschaftlicher Begriff.“

Rassebegriff besitze „rassistische Implikationen“

Da es aber demzufolge keine Rassen gäbe, dürfe man nicht länger in der deutschen Rechtsordnung und internationalen Dokumenten diesen Begriff verwenden. Denn dieser führe „selbst rassistische Implikationen mit sich“ und sei daher abzulehnen. Auch eine Änderung des Grundgesetzes sei geboten, da es „keine befriedigende Lösung gibt, solange der Begriff ‘Rasse’ verwendet wird“. (FA)

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