Migration

Migrationsreport
 

Deutschland bleibt Einwanderungsland

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Über eine halbe Million Ausländer kam 2008 nach Deutschland Foto: Pixelio/Dieter Schütz

BERLIN. Der Zuzug von Ausländern nach Deutschland reißt nicht ab. Laut dem am Mittwoch im Bundeskabinett vorgestellten Migrationsbericht kamen 2008 573.185 Ausländer nach Deutschland (2007:574.752). Gleichzeitig verließen aber deutlich mehr Zuwanderer die Bundesrepublik als in den vergangenen Jahren.

So war 2008 ein Fortzug von 563.130 Ausländern zu verzeichnen (2007: 475.749). Insgesamt gab es somit ein Plus von 10.685 Zuwanderern. 2007 hatte die Zahl der zugezogenen Ausländer noch annährend 100.000 betragen. Unter den Zuwanderern stellten wie in den Vorjahren die Polen mit 119.867 Zugezogenen die größte Gruppe.

Die meisten Auswanderer waren dagegen Deutsche: 2008 verließen 174.759 deutsche Staatsangehörige die Bundesrepublik (2007: 161.105) – die höchste registrierte Abwanderung von Deutschen seit 1954. Gleichzeitig kehrten jedoch 2008 auch 108.331 Deutsche zurück.

„Verstärkt auf die Talente und Fähigkeiten der Zuwanderer setzen

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), betonte angesichts des Schrumpfens der deutschen Bevölkerung die Notwendigkeit von Zuwanderung. Deutschland sei zunehmend auf die Fähigkeiten von Zuwanderern angewiesen: „Mit ihren Sprachkenntnissen und ihrer Migrationserfahrung sind sie in der Globalisierung für viele Unternehmen ein handfester Gewinn“, sagte Böhmer.

Der Migrationsbericht zeige einmal mehr, daß sich der demografische Wandel nicht stoppen lasse. „Wir können ihn aber steuern, indem wir verstärkt auf die Talente und Fähigkeiten der Zuwanderer setzen“, so die Staatsministerin. (krk)

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