Markus Krall Freiheit oder Untergang
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„Sachsensumpf“
 

Sachsensumpf: Amtsgerichtspräsident verklagt Freistaat

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Rotlichtmilieu: Im Sachsensumpf ging es auch um angebliche Verstrickungen zwischen Justiz und organisierter Kriminalität Foto: Pixelio/bbroianigo

DRESDEN. In der sogenannten „Sachsensumpf“-Affäre hat der Präsident des Amtsgerichts Dresden, Norbert Röger, den Freistaat Sachsen auf 250.000 Euro Schadensersatz verklagt. Hintergrund sind laut Focus falsche Beschuldigungen durch den sächsischen Verfassungsschutz.

Röger war wegen eines Gerüchts ins Visier des Nachrichtendienstes geraten. Zwei Quellen hatten berichtet, der ehemalige Oberstaatsanwalt verfüge über Kontakte ins Rotlichtmilieu. Der Verfassungsschutz übernahm die falschen Informationen, ohne sie auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen.

Klageschrift belastet Kanzleramtschef

Im Zuge der „Sachsensumpf“-Affäre, bei der es um angebliche Verstrickungen von Teilen der sächsischen Justiz und Politik mit der organisierten Kriminalität ging, gelangten die Gerüchte über Röger in die Öffentlichkeit. Ein anschließendes Ermittlungsverfahren belegte jedoch vollständig dessen Unschuld.

Die Klageschrift im Verfahren auf Schadensersatz nennt laut dem Focus den früheren sächsischen Innenminister und heutigen Chef des Kanzleramts, Thomas de Maizière, als einen der Hauptverantwortlichen für das damalige Versagen des Verfassungsschutzes. De Maizière kandidiert bei der Bundestagswahl im September für das Direktmandat im sächsischen Wahlkreis Meißen. (krk)

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