Linksextremisten planen Kongreß an Berliner Universität

Anarchistischer_Kongress
Aufruf zum „Anarchistischen Kongreß“ Foto: JF

BERLIN. An der Technischen Universität Berlin (TUB) soll über Ostern ein „Anarchistischer Kongreß“ stattfinden, bei dem Teilnehmer an Arbeitskreisen wie „Anarchie und Sex“, „Anarchismus und Revolte“ und „Aufstand der Drogengebraucherinnen“ teilnehmen können. Organisiert wird das Treffen von der linksradikalen „Anarchistischen Föderation“ und dem Allgemeinen Studentenausschuß der TUB.

Höhepunkt der Veranstaltung soll der Samstag werden. So „werden zum späten Vormittag getrennte Geschlechterplena angepeilt, eins für Frauen, eins für Männer und eins für transidentische und queere Menschen“. Auch sei an diesem Tag geplant, „die Idee des Anarchismus in praktischen Ansätzen in die Öffentlichkeit zu tragen“.

Technische Universität Berlin will den Kongreß verhindern

Allerdings ist die Verwaltung der TUB von Veranstaltungen wie „Hausbesetzung – wie geht das?“ wenig begeistert. „Die Veranstaltung wurde von dem Asta ohne unsere Genehmigung geplant. Wir werden versuchen, den Kongreß zu unterbinden“, sagte eine Sprecherin.

Ein Pförtner der Universität berichtete gegenüber der Berliner Boulevardzeitung B.Z. von vergangenen Veranstaltungen des Asta: „Die haben ausschweifend gefeiert, Feuerlöscher leer gemacht. Die Polizei mußte mehrmals anrücken.“

Auch diesmal ist eine „Rau(s)checke“ für die Teilnehmer geplant. Die Organisatoren nehmen dabei ein tolerierendes Verhältnis zur linksextremistischen Gewalt ein: „Was zur Zeit auf Berlins Straßen stattfindet, brennende Autos, eingeschmissene Scheiben, begrüße ich nicht, lehne ich aber auch nicht ab“, sagte ein Sprecher gegenüber der B.Z.

Offensichtlich rechnet man aber auch mit einer möglichen Eskalation des Kongresses. Im Programmheft heißt es weiter: „Bitte nehmt bei Aktionen Rücksicht auf die Bedürfnisse der anderen Kongreßteilnehmenden. Wenn ihr festgenommen werdet oder Festnahmen beobachtet, kontaktiert den Ermittlungsausschuß.“ (FA)

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